Wie man sich im Jahr 1836 das Leben auf dem Mond vorstellte

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Je weiter uns der technologische Fortschritt bringt, desto weiter wird auch die Fantasie zurückgedrängt. Während wir so heute über eventuelle Lebensformen in fernen Sonnensystemen spekulieren, war man in vorigen Jahrhunderten fest überzeugt, dass sie auf Himmelskörpern direkt ums Eck existieren. Im Jahr 1836 glaubte man so, Astronomen hätten Leben auf dem Mond entdeckt.

Das Smithsonian Institute hat aus seiner Bildersammlung die Meldungen eines Journalisten präsentiert:

Dieses Portfolio handkolorierter Litographien gibt vor, die Entdeckung von Leben auf dem Mond zu illustrieren. Im Jahr 1836 behauptete Richard E. Locke, Journalist der New York Sun, der bekannte britische Astronom Sir John Herschel habe Leben auf dem Mond entdeckt. Flora und Fauna enthielten Fledermaus-Menschen, Mond-Mädchen (mit Lunar-Mottenflügeln), Mondbisons und andere extravagante Lebensformen. Locke schlug darum eine Expedition zum Mond mit einem von Wasserstoffballons getragenen Schiff vor.

Wie die meisten solcher Vorstellungen ist auch diese extrem durch ihre Zeit geprägt. Neben den wortwörtlichen Raumschiffen zeigt das Bild unten, dass man mit dem ersten Kontakt keine überirdische Allianz, sondern die Kolonialisierung und Unterwerfung der Mondbevölkerung angestrebt hätte. [Smithsonian via BoingBoing]

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