Bio-Transistoren lesen Gehirn-Signale

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Transistoren haben in den letzten sechzig Jahren die Welt verändert, und das obwohl sie NICHT direkt in menschliche Gehirne implantiert wurden. Jetzt verspricht eine neue Generation von Transistoren auch diese Hürde zu überspringen.

Forscher von der Cornell NanoScale Science and Technology Facility haben flexible Transistoren entwickelt, die mit großer Genauigkeit und ohne parallel geschaltet werden zu müssen die Aktivitäten eines Gehirns aufzeichnen können. Derzeitige Elektroden aus dem Bereich der Elektro-Corticographie können jetzt schon die Signale einzelner Neuronen abgreifen, aber sie haben mit vielen Störquellen zu kämpfen. Andere benachbarte Nervenzellen führen zu einem ziemlich hohen Rausch-Anteil der gelegentlich zu falsch interpretierten Signalen führt. Die neuen Transistoren können dieses Rauschen bis zu zehnmal besser herausfiltern.

Die elektrischen „Geräusche“, die von den Nervenzellen produziert werden, sind leider sehr leise. Da heißt, dass man wirklich sehr nahe an die Quelle heran muss. Durch das Implantieren der Schaltkreise direkt in die richtige Region des Gehirns erhöht sich die Klarheit des Signals. Das ist sehr vorteilhaft wenn man einen Epilepsie-Herd aufspüren möchte, wenn es darum geht einen Tumor zu lokalisieren oder auch wenn man eine Schnittstelle für eine Gehirn-gesteuerte Prothese herstellen will.

Die jetzt hergestellten Transistoren sind Prototypen, die noch weit weg von einer Massenfertigung sind. Aber der Beweis, dass damit bisher unerreicht saubere Signale aus dem Gehirn ausgelesen werden können, wurde erbracht. Und damit wurde wieder ein kleiner Schritt in Richtung ganz realer Cyborgs gemacht.

[kurzweil AI via Gizmodo.com]

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