In-App-Käufe unter der Lupe

2135_fe6

Die britische Handelsbehörde OFT (Office of Fair Trading) untersucht derzeit das Angebot von Spielen die In-App-Verkäufe anbieten. Es wird überprüft, ob kostenlose Apps Kinder dazu animieren Inhalte zu kaufen.

Aufsehen erregt hat der Fall eines fünfjährigen Briten der in einem iPad-Spiel knapp 2000 Euro an In-App-Käufen ausgegeben hatte. Apple zeigte sich kulant und erstattete den Eltern des Kindes das Geld, aber das war keineswegs der einzige Fall. Die Fälle von Minderjährigen, die mit In-App-Käufen horrende Summe von den Kreditkarten ihrer Eltern abbuchen nahmen derart überhand, dass es in den USA zu einer Sammelklage gegen Apple kam. Apple gelang es die Klage durch eine Ausgleichszahlung beizulegen.

Die Britische OFT nimmt dies aber dennoch zum Anlass, die Geschäftspraktiken von App-Anbietern genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Fokus der Untersuchung liegt auf unfairen und aggressiven Praktiken, die vor allem auf Kinder abzielen um sie zum Kaufen zu bewegen.

Nicht nur Apple, sondern auch Google wird untersucht. Laut OFT sind 80 der 100 beliebtesten Android-Apps Gratis-Spiele mit der Möglichkeit direkt in der App Käufe zu tätigen. Es handelt sich also um ein sehr beliebtes Geschäftsmodell. Daher will OFT nun prüfen, ob vor dem Download auch ausdrücklich auf die Kosten hingewiesen wird.

OFT-Direktor Cavendish Elithorn betonte gegenüber der Presse aber auch ausdrücklich, dass man In-App-Käufe nicht generell verbieten will. Es geht nur darum, vor allem die jüngsten Konsumenten besser zu schützen.

Vermutlich wird das aber auch auf die Evaluierungsprozesse Einfluss haben, die jede App durchlaufen muss wenn sie vom Entwickler an Apple oder Google übergeben wird. Man wird dort vermutlich noch strenger darauf achten müssen, wie die In-App-Angebote in der App präsentiert werden. Die Entwickler wird es nicht freuen, denn sie müssen schon jetzt rund zwei Wochen warten, bis eine hochgeladene App freigegeben wird. Strengere Kontrollen werden die Wartezeit vermutlich noch weiter verlängern

[futurezone]

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising