KALQ: Neues Tastaturlayout für Android soll schnelleres Schreiben ermöglichen

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Mit einem neuen Tastaturlayout soll es Benutzern von Tablets endlich ermöglicht werden, schneller auf den OnScreen-Tastaturen zu schreiben, als es bisher möglich war. Am Max-Planck-Institut für Informatik (MPI-INF) hat man dazu fleißig geforscht und die neue KALQ-Tastatur entwickelt.

Die Tastatur besteht wie viele andere Lösungen auch aus zwei Teilen, die links und rechts unten am Bildschirm des Tablets angeordnet sind. Das Layout der Tasten hat allerdings nichts mit herkömmlichen QWERTZ/QWERTY-Tastaturen gemein: Die Tasten wurden so angeordnet, dass einerseits die Distanz der Daumenbewegungen so gering wie möglich bleibt und gleichzeitig so oft zwischen beiden Daumen hin- und hergewechselt wird. Hinzu kommt eine ausgeklügelte Fehlerkorrektur, so dass die Testbenutzer nach einer gewissen Eingewöhnungszeit bis zu 37 Wörter pro Minute mit einer Fehlerrate von etwa 5% schafften – immerhin 34% schneller als mit einem herkömmlichen Layout.

Während auf der rechten Seite unter anderem alle Vokale liegen, werden links die meisten Konsonanten sowie das Ypsilon untergebracht. Das hat zur Folge, dass zwischen beiden Daumen die Arbeitsteilung beim Tippen auf Tablets annähernd gleich ist. Die Leertaste ist auf beiden Seiten etwa mittig zu finden. Übrigens ist das Layout zwar für Rechtshänder optimiert, für Linkshänder kann es aber einfach gespiegelt werden. Derzeit ist die KALQ-Tastatur für die englische Sprache optimiert, laut den Entwicklern kann das gleiche Prinzip aber für alle Sprachen angewendet werden, da das Layout nicht per Hand entwickelt, sondern auf Basis einiger Algorithmen ausgewählt wurde.

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Die KALQ-Tastatur soll für Android-Smartphones und Tablets im Mai veröffentlicht werden und kann dann als Alternative zur Standardtastatur dienen. Neben der Kalibrierung der Tastatur auf die Handgröße des Benutzers wird die Linkshänderversion von Anfang an mit implementiert werden. Später in diesem Jahr plant man auch ein Trainingsprogramm für Android und optimierte Layouts für verschiedene Sprachen. [MPI-INF, via Golem]

Bilder: MPI-INF

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  1. für tablets würde ich es ja noch benutzen, wenn es da äüö dabei wären, aber an nem smartphone kjann ich die normale tastatur wunderbar benutzen

  2. NEU ist das aber nicht. funktioniert auf meinem ipad schon seit langem. einfach mal die tastatur auseinander ziehen. dann gibts die zwei tastaturblöcke rechts und links. über den sinn mag ich nichts sagen, benutze es NIE.

  3. Sehr sinnvoll auf den Tablet eine ndere tastaturbelegubg als an Computer zu haben. Wenn man jetzt auf den handy nich ne 3. und fürs Notebook ne 4. Tastaturbelegung machen würde, könnte der geneigte User sicher noch schneller tippen, denn warum sich an eine langweilige Tastaturbelegung gewöhnen, wenn man auch für jedes Gerät ne eigene haben kann…

  4. Ja, denn das muss man unbedingt um darüber urteilen zu können. Auch wenn bei einer handschaltung im
    Auto die Pedale vertauscht wären, oder in der H-Schaltung auf den 1. der 6. und auf den 6. der 4. Gang folgen würde müsste man natürlich erst testen, ob das nicht eventuell besser wäre…

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