Sensorarmband soll Spitalhygiene verbessern

sensorarmband, intelligentm.com

In den USA wurde ein Sensorarmband entwickelt, das Krankenhaus- und Praxispersonal daran erinnern soll, sich hinreichend um ihre Handhygiene zu kümmern. Infektionen als Todesursache sollen so eingedämmt werden.

Unsere Hände erledigen unzählige Aufgaben: Begrüßen, Tastaturen bedienen, Festhalten, Türen öffnen, usw. Dass diese Aufzählung unter dem Dachbegriff „täglicher Umgang“ genauso zu platzieren sind wie unter „Bakterienherde“ hat nur eine Konsequenz – Hände waschen! Übertreiben kann man das natürlich auch, aber gerade Personen, von deren Hygiene die Gesundheit anderer abhängt sollten hier getreu dem Motto „Lieber zu viel als zu wenig“ handeln. Gemeint sind vor allem Krankenhauspersonal sowie Praxismitarbeiter. Desinfektion ist für sie ein Muss. In Deutschland sterben jedes Jahr 17.000 Menschen in Krankenhäusern, weil sie sich durch mangelnde Sauberkeit eine Infektion zugezogen haben (in den USA sind es 100.000).

 

Sensorarmband ermahnt zur Hygiene

Kluge Köpfe der Firma IntelligentM haben dieser Sterblichkeitsrate den Kampf angesagt und ein mit einem Funkchip ausgestattetes Armband entwickelt, das vibriert, sollten die Hände nicht ausreichen geschrubbt worden sein. In den USA findet eine Überwachung der Mitarbeiter nur stichprobenartig durch spezielles Personal statt. Das verursacht nicht nur Mehrkosten, sondern ist auch noch ineffizient, da Nachts keine Überprüfung vorgenommen wird. Diese Rolle soll das Sensorarmband übernehmen.

IntelligentM ist kein Vorreiter in Sachen Hygieneverbesserung in Krankenhäusern. Es gibt Systeme anderer Hersteller, die sich unterschiedlicher Methoden bedienen, darunter Messung der verwendeten Desinfektionsflüssigkeit oder Feststellung, ob sich Mitarbeiter tatsächlich an den Reinigungsstellen aufgehalten haben. Letztere Funktion macht sich das Armband ebenfalls zunutze. Mit den kombinierten Daten aus Lokation, Dauer und des Beschleunigungssensors könnte das ein echter Fortschritt sein. Voraussetzung ist aber, dass sich das Gerät ohne Fehlfunktionen abnehmen lässt, damit sich Ärzte und Pflegepersonal bis zur halben Armlänge waschen können.

Ein Krankenhaus in Florida testet seit Dezember das neue Sensorarmband. Bisher sei man dort vor allem von der dauerhaften Kontrolle begeistert.

[via bild.de; heise.de; Technology Review]

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