Forschung: Menschen zeigen Mitgefühl für Roboter

roboempathie

Während die Entwicklung eines empathischen Roboters ein lang gehegter Menschheitstraum ist, sollte es eigentlich einfacher sein, unsere Gefühle den Maschinen gegenüber zu verstehen. Jetzt hat ein Forscherteam mit fMRT-Scans gezeigt, dass Menschen ähnliche Reaktionen zeigen, wenn sowohl Mitmenschen, als auch Roboter gut oder schlecht behandelt werden.

Bei den Tests der Universität Duisburg-Essen wurden 40 Teilnehmern Videos mit einem kleinen, dinosaurierartigen Roboter gezeigt. Während dieser entweder liebevoll oder gewaltsam behandelt wurde, wurden die Gefühlsregungen der Testpersonen gemessen. Ähnliche Tests, in denen Menschen auf diese Weise behandelt wurden, zeigten, dass immer ähnliche neuronale Aktivierungsmuster im Gehirn erkennbar waren.

Astrid Rosenthal-von der Pütten über die Implikationen dieser Erkenntnis:

Ein Ziel der gegenwärtigen Roboterforschung ist es, Roboter zu entwickeln, die eine langfristige Beziehung zu ihren menschlichen Nutzern aufbauen, denn Roboter-Begleiter können nützliche Werkzeuge sein. Sie können älteren Menschen im Alltag helfen und es ihnen ermöglichen, länger selbständig in ihrem eigenen Zuhause zu wohnen, Menschen mit Behinderung in ihrer Umgebung oder Patienten bei der Rehabilitation unterstützen. Ein weitverbreitetes Problem ist es, dass neue Technologien zunächst zwar aufregend sind, dieser Effekt aber besonders bei langweiligen und monotonen Übungen in der Rehabilitation schnell nachlässt. Die Entwicklung und Implementierung einzigartiger, menschenähnlicher Fähigkeiten bei Robotern wie Mentalisierung, Emotionen und Empathie könnten einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten. [EurekaAlert]

Bild: EU VERE Projekt, IDC, Weizmann Inst. of Science, CNRS

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