Künstliche Intelligenz entwickelt Videospiele

Künstliche Intelligenz kreiert Game, http://derstandard.at/1363708869227/Forscher-Die-Games-von-morgen-werden-nicht-von-Menschen-entwickelt

Skynet ist nicht im Spiel, wenn Simon Coltons künstliche Intelligenz am Werk ist. Der britische Forscher sprach am Montagabend auf der Tech-Natives Vienna über die Möglichkeiten der KI, Videospiele zu programmieren. Bekannt wurde Colton durch sein autonom Kunstwerke schaffendes Projekt The Painting Fool.

 

Künstliche Intelligenz muss kreativ sein

Seiner Meinung nach ist eine künstliche Intelligenz dann erreicht, wenn sie fähig ist, kreativ zu sein, ohne einem bestimmten Schema zu folgen. Mit seiner künstlerischen Software The Painting Fool ist er diesem Ziel schon recht nahe. Das Programm sammelt optische Eindrücke und verarbeitet diese in einem Kunstwerk, ohne dabei Formen abzuzeichnen, sondern sie neu zu komponieren. Dieses Verhalten überträgt er nun auf die Entwicklung von Videospielen. Der Begriff der künstlichen Intelligenz wird weitestgehend mit dem Maß an Grips computergesteuerter Gegner in Verbindung gebracht. Je höher dieser ist, desto geschickter können CPUs ihre Reaktionen auf die Aktionen des Spielers zurecht schneiden. Colton träumt davon, dass Gegenspieler bald dazu in der Lage sind, Schwächen der Menschen gezielt zu erkennen und auszunutzen.

 

KI soll Games selbst generieren

Ähnlich wie The Painting Fool Gemälde, soll Angelina künftig mithilfe künstlicher Intelligenz Spiele eigenständig erstellen. „Die Videospiele von morgen werden von Software entwickelt“, so Colton. So eine Software ist Angelina. Der Brite entwickelte sie seit 2010 in Zusammenarbeit mit zwei Wissenschaftlern. Auf der Tech-Natives wurden erste Ergebnisse dieses Projektes bekannt. Das Programm kreierte einen Level, der abgesehen von der alles andere als zeitgemäßen Darstellung, eine eigene Spielmechanik, nämlich umgekehrte Schwerkraft mit sich bringt. Angelina kann zudem Inhalte aus dem Internet in das Game integrieren.

Für die aktuelle Generation von Spieledesignern dürfte Angelina aber noch keine ernsthafte Konkurrentin sein. Bis die Software derart ausgefeilte Gestaltungen und Storylines zu erstellen vermag, dürfte noch einige Zeit ins Land gehen. Was haltet ihr von Spielen, die nicht direkt dem menschlichen Geist entsprungen sind?

[via derStandard.at; Tech Natives; The Painting Fool]

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  1. Überraschend, der Hinweis auf „Skynet ist nicht im Spiel“.

    Viele Menschen meinen „Skynet“ gäbe es nur im Film Terminator.

    Dabei sind die militärischen Kommunikationssatelliten schon mit „Skynet 5“ im All – die Realität ist weiter als der alte FIlm ;-)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Skynet_5

    Desweiteren ist die „kreative Künstliche Intelligenz“ heutzutage völlig absurd.

  2. Das ist ein breiteres Forschungsfeld, als man vielleicht zunächst denkt und nicht nur „Schwachsinn“ (Gustav). Ein Punkt ist z.B. die automatische Generierung von Dungeons, wo Menschen nur noch Optimierungen vornehmen.

    Ob es in naher Zukunft aber irgendwann wirklich für ein komplettes Spiel eingesetzt wird, halte ich auch für fraglich. Aber zur Ergänzung von eben sehr eintönigen Aufgaben ist es auf jeden Fall ein Ansatz, den viele ernstnehmen.

    Zumindest soweit ich mich mal mit Spieleprogrammierung befasst habe.

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