Test: Roku 3 – die derzeit beste Streaming Box

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Das neueste Roku-Modell ist sehr sehr einfach aufgebaut. Das Gerät wird in den Fernseher gesteckt und mit dem Internet verbunden. Dadurch kann man Netflix, Hulu, Vudu, Spotify und ähnliches nutzen. Wir haben das Gerät getestet.

Das Gerät ist schwarz, erinnert ein wenig an einen Puck und ist mit zwei Kabeln ausgestattet. Viel am Design zu bemängeln gibt es nicht, aber auch lobenswertes ist nicht zu sehen. Es ist einfach ein Gehäuse mit abgerundeten Ecken.

Im Betrieb

Das Gerät ist mit Fast-Ethernet, USB und WLAN ausgestattet und kann Videos über HDMI in 1080p ausgeben. Ansonsten gibt es technisch nichts neues, aber die Oberfläche wurde radikal verbessert. Es gibt nun eine Art Raser, in dem die einzelnen Angebote zu sehen sind. Das erinnert ein wenig an das Apple TV.

Alles bewegt sich so fließend und so elegant, dass es eine große Freude ist, das Menü zu bedienen. Auch die Suchfunktion und das durchblättern durch die Ergebnisse funktionieren tadellos. Und man guckt vielleicht mehr, weil man die interessanten Sendungen besser findet.

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Was uns gefällt

Roku schlägt das Google TV um längen. Das Interface erlaubt es auch bei hunderten von Kanälen und tausenden von Sendungen die Oberhand zu gewinnen. Auch das Musikstreamen ist supersimpel.

Die bei Google TV ärgerlichen Doppler in den Suchergebnissen gibt es hier nicht. Roku funktioniert vollkommen nach dem Prinzip, dass alles besonders einfach gehalten sein soll. Und das Interface erfüllt diesen Zweck sehr gut.

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Was uns nicht gefällt

Die meisten der mehr als 700 Kanäle des Roku taugen schlichtweg nichts. Dafür kann Roku natürlich herzlich wenig. Man kann sich natürlich entscheiden, sie einfach nicht zu installieren, und dann nervten „“WealthTV 3D“ oder „The Man Channel“ oder „Asian Crush Plus“ auch nicht.

Das Problem bei Roku ist nur, dass man ordentlich Geld für Abos ausgeben muss, um an die richtig coolen Streamingangebote zu kommen.

Man kann sich das Roku auch als kostenpflichtige Umleitstation für weitere, wiederum bezahlpflichtige Dienste vorstellen.

Fazit

Wenn man neben dem normalen Fernsehen auch noch etwas anderes auf dem Fernseher sehen will, dann ist das Roku eine gute Wahl, wenngleich man es hierzulande nur mit Tricks betreiben kann. Wer etwas im Netz sucht, der findet die Lösungen. Bezahlen muss man natürlich die Streaming-Anbieter dennoch.

Die Roku 3 ist besser als das Apple TV, kann allerdings kein Mirroring vom Macbook oder iPad. Und es schlägt Google TV um Längen.

Roku 3 – technische Daten

• Videoausgabe: 1080p
• Größe: 8,9 x 8,9 xm x 2,54 cm
• Audio: Digital über HDMI
• Anschluss: 802.11 a/b/g/n WLAN, Ethernet
• Speicher: USB-in, SD-Karte
• Preis: 100 US-Dollar

[Via gizmodo.com]

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    1. Bezogen auf das Design des Gerätes, würde auch eine gute Präsentation nicht mehr viel retten.
      In einem formschönen Gehäuse / Fernbedienung, hätte es allerdings schon was werden können – aber so …

  1. OMG, wer hat denn bitte diese Bilder gemacht? :D

    Ich versteh einfach nicht, warum auch bei neueren Streaming Devices kein Gigabit Ethernet Anschluss intergriert ist.
    Das Streamen von 1080p Videos vom Fileserver über meinen WDTV Live wird z.B. durch Fast Ethernet erheblich gebremst, sodass es zu rucklern kommt. 720p läuft ab und an flüssig, aber auch nur, wenn Jupiter im dritten Haus steht und die Katzen auf der Couch liegen…

    1. Selbst die datenintensivsten Blu-Ray 1:1-Rips brauchen nicht mehr als 54MBit/s. Normale Rips liegen eher bei 10Mbit/s. Du musst die Ursache also woanders suchen.

  2. Toller test, habe mir das Ding sofort bestellt. Was ist denn für ein Netzteil verwendet worden? Ein schaltbares Universalnetzteil? Wieviel mA muss das haben?

    1. Ich habe auch eine WDTV und einen Netgear ReadyNAS Duo.
      Da ruckelt absolut gar nichts, selbst bei 1080p.

      Was da bremst ist vermutlich dein Server/NAS. Da gibt es große Unterschiede bei Cache und Lese-Geschwindigkeit. Denn ‚normales‘ LAN kann locker 1080p übertragen.

      1. Meinte gar nicht die Verbindungsgeschwindigkeit, sondern den US-Stecker. Das Original-Netzteil ist ja für 110V ausgelegt, während in Deutschland 220V anliegen. Eine Foren legen daher nahe, ein schaltbares Netzteil zu verwenden, das die Spannung wandelt. In anderen wiederum habe ich gelesen, dass ein einfacher Adapter genügt und das Ding auch 220V kann, auch wenn das nicht draufsteht. Deswegen wollte ich wissen, welche Konfiguration hier verwendet wurde…

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