Zwei in der Antarktis entdeckte Meteroiten könnten derselben Supernova entstammen

Silica

Nichts ruft mehr nach Mittwochnachmittag-Fernsehsondersendung, als die Zusammenführung zweier Zwillinge, die bei der Geburt getrennt worden waren. Egal ob sie erst 15 oder mittlerweile 50 sind, Geschichten wie diese sind perfektes Tränendrüsenmaterial. Was aber mit der Zusammenführung zweier Körnchen Siliciumdioxid, die sich seit ihrer Bildung vor über 4.6 Milliarden Jahren nicht mehr gesehen haben?

Forscher der Washington University in St. Louis haben in einem in der Antarktis entdeckten Meteroiten ein einzelnes Körnchen Siliciumdioxid gefunden. Dieser winzige Punkt ist chemisch identisch zu einem Körnchen, das eine chinesische Expeditionstruppe ebenfalls in einem in der Antarktis geborgenen Meteroiten fand.

Himmelskörper mit Siliciumdioxidgehalt wurden schon öfters entdeckt. Das gefundene Siliciumdioxid war bisher aber immer reich an Sauerstoff-17, was in gesunden Sternen entsteht. Die nun gefundenen Siliciumdioxidspuren enthalten dagegen das schwerere Sauerstoff-18, was nur in Supernovae entsteht. Die Forscher spekulieren nun sogar, ob beide in der Explosion entstanden, die eventuell die Grundlage unseres Sonnensystems bildete.Das ist wohl mal ein kosmischer Zufall. [space.com via Huffington Post]

Foto: Shutterstock/jupeart

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