Lentikulardruck hilft Missbrauchsopfern Hilfe zu suchen [Video]

Lentikulardruck; via anar foundation

Lentikulardruck zeigt ein Bild auf einem Linsenraster, nicht auf einer glatten Oberfläche. Die Funktionsweise kennt man ähnlich von Wackelbildern. Mit einem solchen Plakat möchte man misshandelten Kindern helfen, sich selbst zu helfen.

Wie sollen sich Kinder gegen Missbrauch wehren, erst recht, wenn sie von ihren eigenen Eltern misshandelt werden? Die spanische Anar-Stiftung hat dieses schwierige Problem erkannt und ein Plakat mit Lentikulardruck veröffentlicht, dass Kindern eine andere Botschaft zeigt als Erwachsenen. Dies wird durch die unterschiedlichen Blickwinkel möglich. Erwachsene mit durchschnittlich 1,75 Metern betrachten das Bild aus einem flacheren Winkel als 10-Jährige mit durchschnittlich 1,35 Metern Körpergröße.

Erwachsene sehen durch den Lentikulardruck das Bild eines unversehrten Jungen mit der Botschaft „Manchmal ist Kindesmissbrauch nur für das Kind sichtbar, das ihn erleidet.“, während potenzielle Missbrauchsopfer den Jungen mit Blutergüssen und weiteren Verletzungen sehen. Ihnen gibt das Plakat den Hinweis, sich telefonisch bei der Anar-Stiftung zu melden, sollte ihnen jemand Schmerzen zufügen.

Den Lösungsansatz dachte sich die spanische Stiftung aus, da misshandelte Kinder meist mit ihren Peinigern unterwegs sind und nicht den Mut haben zum Hörer zu greifen. Dank Lentikulardruck soll ihnen die Angst genommen werden, zum Telefon zu greifen und sich aus ihrer Situation zu befreien – soweit sie sich die Telefonnummer merken können. Geschickte Werbekampagnen könnten die Idee zweckentfremden, indem sie Werbebotschaften publizieren, die nur für Kinder sichtbar sind.

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[via der Standard]

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  1. Und wie sollen die Kinder wissen, das die Eltern es nicht sehen? Sie können ja direkt die Botschaft für die Kinder normal drucken???

  2. Die Tatsache, dass in jeder Zeitung/jedem Online-Medium darüber gesprochen wird, führt sicherlich nicht dazu, dass potentieller Kindesentführer/Kindesmissbraucher/Kinderschläger die Kinder vor so einem Plakat lange stehen lassen…

  3. Finde die Idee ja nicht schlecht, finde aber auch, dass man Kinder deutlich besser hätte ansprechen können. Man bekommt ein bisschen das Gefühl, dass die verantwortliche Werbeagentur vor allem einen tollen Case haben wollte, den sie wieder anderen Kunden vorlegen können. Zum Beispiel Unternehmen, die Süßigkeiten oder Fast Food herstellen…….

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