Test: Kobo Aura HD – ein schöner E-Book-Reader in einem hässlichen Gehäuse

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Der Kobo Aura HD ist ein E-Book-Reader, der mit dem besten Bildschirm seiner Klasse und einem ungewöhnlich schnellen Prozessor ausgestattet ist. Der Kobo Aura HD will ein Luxus-E-Reader sein, doch das Ziel erreicht er nicht ganz.

Der beleuchtete EBook-Reader ist mit einem großen, hochauflösenden Display ausgestattet. Er richtet sich an Kunden, denen die Bildqualität über alles geht.

Design

Der Kobo Aura HD steckt in einem glatten Kunststoffgehäuse, während beispielsweise sein Konkurrent Kindle Paperwhite mit einem schwarzen, matten Gehäuse daherkommt.

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Das Gerät ist mit zwei Knöpfen an der Oberseite ausgestattet. Damit kann es ein- und ausgeschaltet beziehungsweise beleuchtet werden. Die Vorderseite ist plan, während die Rückseite stark ausgeformt und asymmetrisch geformt ist, was offenbar an verknittertes Papier erinnern soll.

Nachdem der Kobo Aura HD mit Infrarot-Fingererkennung statt mit einem kapazitativen Touchscreen wie der Kindle Paperwhite versehen wurde, ist er auch etwas dicker als sein Konkurrent.

Im Betrieb

Der Aura HD verfügt über ein 6,8 Zoll großes Display mit 1080×1440 Pixeln (265 DPI). Das ist Weltklasse. Bei ausgeschalteter Beleuchtung sieht und fühlt es sich an wie ein bedrucktes Stück Papier. Die Schrift ist enorm scharf und klar. Im Vergleich zum Kindle Paperwhite oder dem Kobo Glo ist es allerdings kein besonders großer Schritt. Der zusätzliche Platz bringt etwas mehr Buchstaben pro Seite aufs “Papier”, allerdings ist der Kobo Aura HD deshalb auch etwas zu groß für die Einhandbedienung. Wenn man das Gerät dennoch mit einer Hand beispielsweise am Rahmen halten will, kommt das recht hohe Gewicht negativ zum Tragen. Dazu kommt die relativ unergonomische Ausformung der Rückseite.

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Der Aura besitzt einen 1 GHz Prozessor, aber davon merkt man nicht viel. Der Infarot-Sensor tut sein übriges, damit das Gerät relativ langsam wirkt.

Kobos Software war in der Vergangenheit schon problematisch, und noch immer gibt es einige unschöne Ecken und Kanten. Vieles wird durch Schieberegler kontrolliert, wobei es für die Helligkeit auch Bildschirmknöpfe gibt.

Positiv

Der Bildschirm ist wunderbar. Groß, schön und hell. Es macht einfach Freude, darauf Bücher zu lesen.

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Negativ

So ziemlich alles außer dem Bildschirm finden wir nicht so gut. Verglichen mit seinen Konkurrenten ist der Kobo Aura HD groß, schwer und unschön. In der einen Sekunde denkt man: Was für ein wunderbarer Bildschirm und in der anderen: Was für ein hässliches Gehäuse. Die Rückseite ist bizarr geformt. Wenn man das Gerät hinlegt und leicht anstößt, schaukelt es hin und her.

Fazit

Der Kobo Aura HD hat einen wirklich netten Bildschirm, aber alles darum herum wertet das Gerät ab. Vom bizarren Design bis zu seinem Gewicht ist das Gerät einfach nicht auf der Höhe der Zeit. Und unabhängig davon ist es fragwürdig, ob es Sinn macht, die Auflösung eines E-Ink-Readers so weit hochzufahren – besser liest es sich damit kaum. Der Kobo Aura HD ist mit rund 170 US-Dollar etwas zu teuer.

Kobo Aura HD

• Display: 6,8 Zoll, 265 dpi, 1440 x 1080 Pixel

• Größe: 175,7 x 128,3 x 11,7 mm

• Gewicht: 240 Gramm

• Speicher: 4 GByte, microSD-Schacht

• Schnittstellen: WLAN

• Unterstützte Dateitypen: EPUB, PDF, MOBI, CBR, CBZ

• Preis: 169 US-Dollar

[Via Gizmodo.com]

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  1. Sorry, aber für den Text mit seinen ungelenken Formulierungen hätte doch jeder von uns im Deutsch-LK eine Fünf kassiert, oder?

  2. Ich erlaube mir auch ein Urteil, denn ich besitze den Kobo Aura HD nun.

    Um es kurz zu machen:

    Der Kobo Aura HD ist der BESTE derzeit erhältliche eReader weltweit – Punkt.

    Das “bizarre” Design kann ich nicht finden, er sieht von vorne genauso aus wie alle anderen auch, nur die Rückseite ist mit zwei Kanten profiliert, was eine Verbesserung der Haptik darstellt.

    Das große, wunderbar gleichmäßig und reinweiß beleuchtete, extrem hoch auflösende Display ist ein Traum!

    Alles andere ist zweite Wahl dagegen.

  3. So hässlich finde ich das Gehäuse nicht einmal. In dem Kobo Aura hd test hier ( http://www.test-ebookreader.de/kobo-aura-hd-test ) wird die wellige Hinterseite auch noch als sehr hilfreich für die Griffigkeit beschrieben. UND ich hatte den neuen Kobo heute in der Hand und das ist wirklich der Fall. Und das viele Plastik ist nicht so schlimm wie beschrieben. Für mich ist der Kobo Aura der neue TOP eReader

  4. Mit diesem Artikel ist Gizmodo für mich gestorben. So wenig Qualität in so einem kurzen Artikel ist traurig. Allein schon ein so subjektives Wort wie “Hässlich” in einem Artikel zu nennen sollte gestraft gehören. Ich besitze einen Aura HD und bin sehr zufrieden damit. Ausserdem wird völlig ausser Acht gelassen das es drei Farben (darunter auch Schwarz) für den E-Reader gibt. Das Gehäuse ist ergonomisch und es macht spaß damit zu lesen.

  5. Ohje, das weiß ich gar nicht, wo ich mit der Kritik am “Review” anfangen und wo aufhören soll… okay, einfach oben.

    “Hässlich” ist nun wirklich subjektiv. Ich finde meinen Aura in Espresso alles andere als hässlich.

    Die gezeigten Bilder sind nicht grad aussagekräftig, aber nunja… darüber kann man hinwegsehen, aber bei manchen Sachen frage ich mich wirklich, ob ihr euch überhaupt mit dem Reader beschäftigt habt oder ob ihr einen anderen Aura habt, als ich.

    Die Rückseite soll nicht an verknittertes Papier erinnern, sondern an ein aufgeschlagenes Buch. Ich sehe das zwar auch nicht wirklich dadrin, aber die Form macht den Reader angenehm zu halten. Und der glatte Kunststoff fasst sich erstaunlich gut an, wenn man sich mal daran gewöhnt hat. Es wird vor allem nicht so schnell “schmierig” wie eine gummierte Oberfläche und lässt sich leichter reinigen. Lediglich die etwas zu wenig gerundeten Kanten sind für mich persönlich ein Problem, weil ich den Reader zeitweilig etwas merkwürdig halte.

    Wie sich der Aura aber bei ausgeschalteter Beleuchtung wie ein Stück Papier anfühlt (und bei angeschalteter nicht, oder wie jetzt?), verstehe ich nicht so ganz. Für mich fühlt sich das dann immer noch wie ein Reader an, zumal der Aura nicht die leicht raue Oberfläche des Glo-Bildschirms hat. Und auf die Beleuchtung ansich geht ihr gar nicht ein, z.B. dass sie sich niedriger regeln lässt als beim Glo und dass das Licht wärmer ist (nicht so bläulich) usw.

    Zu groß für die Einhandbedienung ist der Reader auch nur, wenn man sehr kleine Hände hat. Und ich hab schon keine besonders großen für nen Kerl, aber ich kann den Aura durchaus bequem in einer Hand halte und ihn auch einhändig bedienen. Und bei zweihändiger Bedienung ist gerade die erstmal seltsam anmutende Rückseite angenehm.

    Was bitte wird eigentlich beim Aura nur mit Schiebereglern bedient? Ich habe für alles auch Knöpfe oder Eingabemöglichkeiten. Habt ihr überhaupt die aktuelle Firmware 2.5.2 drauf?

    Auf den sehr viel nützlicheren Homescreen geht ihr gar nicht ein, okay… aber warum geht ihr überhaupt auch nur am Rande auf die Firmware ein, wenn ihr doch eigentlich gar nichts über die Besonderheiten schreibt?

    Dass man auf dem Reader nun auch sehr gut Manga lesen kann und es sogar für einige PDFs ausreicht, wird auch nicht erwähnt. Das macht nämlich, neben dem mehr an Text (und dass man durch die höhere Auflösung auch kleinere Schrift gut lesen kann) einen großen Vorteil des Aura aus.

    Langsam ist er auch nicht (außer leider bei den Regalen, ein Manko von Kobo generell). Ich kann sogar eBooks mit über 100 MB (ja, MB, nicht KB) problemlos nutzen. Die öffnen sich genauso schnell wie kleinere Bücher und lassen sich auch genauso schnell umblättern.

    Und nun mal ehrlich: Ich hab grad meinen Aura auf eine glatte Fläche gelegt und ihn leicht angetippt: Da schaukelt nix hin und her. Man müsste ihn schon auf einer Ecke runterdrücken und dann loslassen, um ein einmaliges “Schaukeln” zu erreichen. Und das schafft man mit jedem anderen Reader auch, der nicht komplett flach hinten ist.

    Euer Fazit ruft bei mir nur Kopfschütteln hervor. Da habt ihr den derzeit aktuellsten und modernsten Reader vor euch und ihr stört euch nur am ungewöhnlichen Design der Rückseite – das übrigens auch modern ist und nicht, wie von euch angemerkt, nicht auf der Höhe der Zeit. Was der Reader wirklich kann, das habt ihr gar nicht getestet – also was ist dieses “alles drumherum”? Scheinbar wirklich nur das optische Design. Was soll man damit anfangen? Will sich doch wohl kaum einer den Aura an die Wand nageln…

    Und warum nicht den Euro-Preis von 169,90 angeben? Bekäme man ihn für 170$ (und müsste kein Zoll, keinen Versand und nichts zahlen), dann wäre er ungefähr so teuer wie der Paperwhite, nebenbei bemerkt.

  6. Ich kann dem, was Jaden geschrieben hat, nur zustimmen.
    Bisher war ich immer ein wenig neidisch auf meine Frau mit ihrem Kobo Glo. Ich hatte ja “nur” den Touch.
    Jetzt ist es umgekehrt :)

  7. Auf diesem Wege möchte ich Jaden für seinen Kommentar danken. Er hilft mir endgültig bei der Entscheidung den neuen Kobo Aura HD zu kaufen. Habe den Kobo Glo leihweise zum Test gehabt und war davon schon recht angetan, im direkten Vergleich zum OYO. Glaube das Warten hat sich für mich gelohnt.

    Danke nochmals

  8. Hallo, auch ich schließe mich der Meinung von Jaden vollständig an. Allerdings möchte ich zusätzlich erwähnen, dass die eingebauten Spiele “Schach” und “Sudoko” durchaus nützlich sind, wenn ich zwischen einer langen Lesezeit z.B. am Strand mal etwas anderes mit dem Gerät machen möchte.

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