Stammzellenforschung: Comeback der Dolly-Methode?

2CellConcept

Wissenschaftler haben auf dem Gebiet des traditionellen (therapeutischen) Klonens von Stammzellen einen Durchbruch gemeldet. Erstmals gelang es, embryonale menschliche Stammzellen zu klonen. Mit dem Erfolg wird eine Forschungsmethode wieder attraktiv, die eigentlich schon als abgeschrieben galt.

Beim sogenannten therapeutischen Klonen wird eine Zelle aus dem Körpergewebe eines Spenders in eine nicht befruchtete Eizelle eingepflanzt. Aus dieser wurde vorher der Zellkern entfernt. Das Ei programmiert daraufhin die Spenderzelle in einen embryonalen Zustand zurück und entwickelt sie bis zum Blastozystenstadium weiter. Die Stammzellen werden dann entnommen und in einer Nährlösung kultiviert, um eine Zellkultur zu entwickeln, die genetisch mit dem Spender übereinstimmt. Diese kann dann zu beinahe jeder Körperzelle umgewandelt werden.

Das Erstaunliche an der Entdeckung ist, dass sich heutzutage nur noch wenige Wissenschaftler am therapeutischen Klonen von Stammzellen versuchen. Mit der von Shinya Yamanaka entwickelten iPS- Methode  können nämlich seit 2006 Stammzellen auch ohne den Einsatz von Embryonen und menschlichen Eizellen gewonnen werden. Es besteht jedoch der Verdacht, dass die durch iPS gewonnenen Stammzellen nicht vollständig reprogrammiert werden und die aus dem traditionellen Verfahren geklonten Zellen eine bessere Qualität aufweisen.

[Human Embryonic Stem Cells Derived by Somatic Cell Nuclear Transfer (Abstract)]
(Bild: shutterstock / nobeastsofierce )

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising