Dieses Bild zeigt keine Blumen, sondern winzige Nanokristalle

noorduin

Diese kleinen Strukturen sehen genau wie echte Blumen aus – und das ist auch so geplant. Mit dem bloßen Auge könnte man sie aber nie erkennen, denn tatsächlich sind die Strukturen etwa 50 Mikrometer hohe Nanokristalle, die auf der Oberfläche einer Rasierklinge gewachsen sind.

Die Bilder – die Coverstory der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Science – wurden von Wim L. Noorduin, Postdoktorand an der Harvard School of Engineering and Applied Sciences, erschaffen. Zusammen mit seinen Kollegen löste er Bariumchlorid und Natriumsilikat in Wasser auf. Durch das Einleiten von Kohlendioxid entstehen in einer Reaktion Bariumcarbonat-Kristalle. Hierdurch sinkt der pH-Wert der Lösung, die Reaktion stoppt und Silikate lagern sich auf die wachsende Struktur. Da hierbei Säure abgebaut wird, fangen die Bariumcarbonat-Kristalle wieder an zu wachsen. Während dieses Prozesses kann die Formbildung der Kristalle durch Manipulationen an der Lösung beeinflusst werden. Erhöht man die Kohlendioxid-Konzentration, bilden sich „breit-blättrige“ Strukturen, durch eine Umkehr des pH-Gradienten können gebogene oder gekräuselte Strukturen erzeugt werden.

Das Ergebnis wird mit einem Elektronenmikroskop festgehalten und mit nachträglicher Bearbeitung die gewünschten Farben erzeugt. Klingt ein wenig nach schummeln, die Resultate sind aber eine Augenweide. [Science via Motherboard]
Fotos: Wim L. Noorduin

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