Tesla plant Elektroauto mit Akku-Tauschfunktion

teslamodels

Eine Börsenmitteilung von Tesla Motors lässt aufhorchen: Das Unternehmen plant ein Elektroauto, das mit einem Wechselakku ausgerüstet ist. Das könnte Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, die die lange Ladezeiten kritisieren.

Die Idee, Elektroautos mit Schnellwechsel-Akkus auszustatten, ist grundsätzlich nicht neu. Das Projekt “Better Place” hat bereits ein solches Auto im Programm, das allerdings nur in Israel und Dänemark verkauft wird. Derzeit werden davon ungefähr 100 Stück im Monat verkauft.

Tesla schreibt in der Börsenmitteilung (Seite 38), dass ein auswechselbarer Akku und eine Infrastruktur zum Wechseln und Laden bislang für die Fahrzeuge des Unternehmens nicht existieren, jedoch in der Zukunft vorgestellt werden sollen.

Tesla hat in Nordamerika einige wenige Schnell-Ladestationen (Supercharger) installiert, mit denen das Elektroauto innerhalb von 30 Minuten soweit aufgeladen werden kann, dass eine Reichweite von ungefähr 240 Kilometern erzielt wird. Alternativ soll der 85kW-Akku innerhalb von einer Stunde komplett aufgeladen werden.

Beim Wechselakkus entsteht allerdings ein neues Problem: Wem gehören die Akkus? Wenn sie dem Autobesitzer gehören, dann will der sicherlich kein abgehalftertes Modell als Austausch erhalten, wenn der eigne Akku noch gut gepflegt ist. Da wäre es schon besser, wenn die Akkus nur gemietet sind.

Was meint ihr? Wenn so ein Akku in 5 bis 10 Minuten getauscht ist – und eine Reichweite von 300 km hat, ist dann ein Elektroauto eine Alternative für euch? Das Tesla S kostet hierzulande mit 60 kWh-Akku rund 72.000 Euro und fährt etwa 370 km weit.

[Via Greencarreports]

teslamodels

Tags :
    1. Man kann keine Ideen patentieren lassen, sondern nur die Umsetzung einer Idee in eine technische Lösung. Erst dann wird aus einer Idee eine Erfindung. Sonst wird das nichts. ;-)

  1. @a

    Mach dir keine Sorgen, die Idee gabs schon länger als 5 Jahre…

    Zum Thema: schlecht ist die Idee nicht, nur bis die passende Infrastruktur flächendeckend vorhanden ist, bin ich vermutlich bereits zu alt zu Autofahren. Ich würde eine Rangeextender wie im Chevy Volt/Opel Ampera definitiv bevorzugen. Das problem bei Tesla liegt so ider so an anderer Stelle. Habe mir am Autosalon Genf das Auto angesehen, Probefahrt erst nach anzahlung von ca. 6000 Franken (WTF?!?), Servicecenter bisher in der Schweiz: 1! Bei einer Panne wird ein “Tesla Ranger” vorbeigeschickt. Wieviele gibts davon? Wusste niemand. Was kostet die Inspektion? Wusste niemand, Preise für Europa noch unbekannt. Was kosten Verschleisteile? Preise für Europa unbekannt und soweiter… Somit 100k Franken gespart und weiter nach einem fahrbahren Untersatz gesucht…

  2. Leider sind elektro Autos die größte Umweltlüge seit dem Rußpartikelfilter. Stand heute ist ihre Wirkung auf die Umwelt um ein vielfaches schlechter als ein effizenter Benziner. Ganz zu schweigen von einem Dieselmotor. Der Schwachsinn in Deutschland nimmt hier seine höchste Form an. Wie wird denn die Energie erzeugt? Und wie werden denn Windkrafträder und Photovoltaikanlagen hergestellt? Warum wird das in solchen beichten so wenig hinterfragt?

    1. Herrje, was sollen diese Suggestivfragen? Sie bringen niemanden weiter, hinterlassen aber den Eindruck, irgendwie sei das vielleicht nicht so toll mit Wind, Sonne und Elektro. Wer jedoch die Fakten kennt, weiß, dass Sicht Solaranlagen nach drei Jahren energetisch amortisieren, Windkraftanlagen nach wenigen Monaten. Und dass Elektroautos selbstverständlich sauberer sind als der durchschnittliche Verbrenner, sogar wenn der Strom komplett in Kohlekraftwerken erzeugt wird (was glücklicherweise gar nicht der Fall ist).

    2. Der Benziner und Diesel sollen umweltfreudlicher sein???
      Weil die “Herstellung” von Strom UMweltunfreudlich ist??

      Und der Sprit lässt sich ja sowas von Umweltfreudlich herzustellen?!
      Alleine wen man bedenkt, was für Schaden das ausgelaufenes Erdöl aus nem Tanker einrichtet……..

    3. Diese Behauptung ist die kursichtigste Verallgemeinerung die man treffen kann um die bisherige
      Fossilenergiewirtschaft fortzuführen!

      Tatsächlich sind die Beschränkungen nur in unserem Kopf, der Beitrag beweist dies einmal mehr.

      Und selbst wenn man den heutigen Energiemix zugrunde legen würde, wäre das Eletroauto schon im Vorteil!

      Wenn wir dann unsere Energiewende einmal selbst angehen und gestalten, d.h. dezentral unseren Strom zum hauptsächlichen Eigenverbrauch selbst erzeugen,
      dann haben wir auch unsere hervorragende Energie und Schadstoffbilanz, die sich auch positiv auf unser
      Portemonnaie auswirkt.

  3. Wer ein elektro Fahrzeug der Umwelt zu liebe kauft, ist ein Idiot, wer ein Elektrofahrzeug auf dessen angebliche Umweltverträglichkeit reduziert, ebenso.

  4. Die Reichweitenproblematik wird massiv überschätzt. Das ist ungefähr so relevant wie “wir brauchen einen Kombi, weil wir ja alle 2 Jahre mal was sperriges bei IKEA kaufen könnten”.
    Wer in der Großstadt wohnt und nicht beruflich oder privat häufig größere Strecken auf einen Schlag fährt, der sollte sich lieber an anderen Merkmalen orientieren.
    Meiner Ansicht nach ist die Zukunft des Invididualverkehrs ein überall in der Stadt verfügbarer, stundenweise gemieteter elektrischer Kleinwagen (2er und 4er). Also ähnlich Car2Go, aber mit größerer Flotte und nicht nur 2er Smarts.

  5. Eine Studie des Schweizer Bundesumweltamt zum Thema Elektro Autos kommt zu einem differenzierten Bild, was die Umweltverträglichkeit angeht:

    Auch wenn man die Produktion der Batterie berücksichtigt, emittiert ein EAuto weniger CO2 als ein vergleichbares Fahrzeug mit fossilem Antrieb.

    Was die Studie jedoch belegte, ist das die Gesamtumweltbelastung bei EAutos derzeitig höher liegt, als bei Verbrauchsarmen Diesel Fahrzeugen. In die Umweltbelastung fliessen weite Faktoren, wie z.B. genereller Rohstoffverbrauch, vor allem nicht erneuerbarer Rohstoffe, ein.

    EAutos verursachen jedoch weniger Lärm und belasten die Luft in Ballungszentren geringer wie fossile Fahrzeuge.

    Auf längere Sicht jedoch wird die gesamt Umweltbelastung aufgrund der sich verknappenden fossilen Brennstoffe bei herkömmlichen Fahrzeugen immer schlechter werden. Dagegen wird sich bei EAutos die Gesamtumweltbelastung weiter verringern. Schon alleine weil die Strom Erzeugung immer stärker auf regenerative Rohstoffe umschwenken wird.

    Dieses bedeutet, das EAutos bereits heute ihre Berechtigung haben können, denn sie sind derzeitig eine erkennbare Alternative für den motorisierten Individualverkehr in der Zukunft. Und man sollte so eine Technik nicht erst entwickeln, wenn es zu spät ist^^

  6. Wechselakkus wurden schon vor ca. 100 Jahren bei den Berliner Taxen eingesetzt. Damals war die Reichweite mit Bleibatterien bei ca. 60 km.
    Mit einem großen Wechselakku hätte man im Autobahnbetrieb kaum Einschränkungen, da der Fahrer Pausen machen muß. Der Wirkungsgrad eines Elektroautos ist besser als der eines Brennstoffzellenautos mit Wasserstoff.

  7. Die Frage zu Beginn war, ob ein Elektroauto eine Alternative ist, wenn es mit Wechselakku ausgestattet ist (und nicht ob Erdöl knapp ist oder wird etc.) Wir sollten uns nicht davon aufhalten lassen, ob E-Antrieb oder Verbrennungsantrieb jetzt (noch) mehr oder weniger Umweltbelastung verursacht, schaut doch bitte in die Zukunft – auf das Leben unserer Kinder und Enkel. Wir haben schon auf deren Kosten kräftig zugeschlagen. Jetzt können wir wieder etwas gut machen und in die Entwicklung regenerativer Antriebe investieren. Das bedeutet für mich, dass ich bereit bin ein E-Auto zu kaufen, selbst wenn es sich im Moment weder für mich rechnet noch für die Umwelt – also zurück zum Thema:
    Ich warte genau darauf, dass der Wechselakku kommt, dann bin ich dabei und kaufe ein E-Auto. Allerdings muss ich sehen, dass Politik und Wirtschaft dahinter stehen:
    Die Politiker müssen ihre Hausaufgaben machen und die Wirtschaft dazu zwingen (durch Gesetze und entspr. Förderung), dass sie sich ein einen Tisch setzen und ein einheitliches Konzept erarbeiten. Das bedeutet, dass der Wechselakku genormt werden muss (evtl. 3 oder 4 verschiedene Größen) und somit in alle E-Autos der verschiedenen Autohersteller passt. Die Tankstellenbetreiber errichten dann genormte Wechselstationen im Prinzip wie die von http://www.betterplace.com. Diese Normierung muss jetzt sofort als aller erstes geschehen, bevor jeder sein eigenes Süppchen kocht!
    Ich stehe bereit zum Kauf und bezahle auch für die Entwicklungskosten – ich bin es meinen Nachkommen schuldig…

  8. @ Micha: Danke! Deine Aussagen gefallen mir sehr gut!

    Ich bin auch ein riesen Auto Fan. Gerade mit grossem Verbrennungsmotor und am besten ganz viel Sound! Aber ich werde auch meinen zu stark Motorisierten Audi als Occasion veräussern um mir dann einen E-Golf anzuschaffen. Wenn man erst einmal Kinder hat, denkt man anders. Die Reparatur wird zwar später vielleicht teurer, aber das muss sein. Tuning ist ja irgendwie immer noch möglich ;)

Hinterlasse einen Kommentar zu Blut Grätsche Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising