Cerebral Hut: Mit einem Gehirnwellen-Headset die Architektur eines Raums verändern [Video]

cerebralhut

In einer Zeit, in der Computer allgegenwärtig sind, sind wir es gewohnt, dass sich Infrastruktur, Objekte oder Möbel an Menschen anpassen können. Was wäre aber, wenn man eine Wand oder einen Raum nur durchs Denken steuern könnte? Dies ist die Idee hinter der Installation Cerebral Hut vom türkischen Architekten Guvenc Ozel.

Der Cerebral Hut wurde auf der letzten Istanbul Biennale vorgestellt und besteht aus zehn hexagonalen Feldern, die sich auf Befehl ausdehnen oder zusammenziehen. Ozel kaufte hierfür ein normal erhältliches Gerät zur Messung der Gehirnwellen und schrieb ein Skript, das die Gehirnaktivität des Trägers als Auslöser für eine Bewegung der Felder nutzt. Hielten sich Besucher unter der gebogenen Wand auf, konnten sie die Größe und Verformung der Felder durch konzentriertes Nachdenken und Blinzeln beeinflussen.

Neurologen und Architekten sind schon länger an den Erkenntnissen des jeweils anderen Gebietes interessiert. Mit der Academy of Neuroscience for Architecture gibt es sogar ein dementsprechendes wissenschaftliches Institut. Nun gab Ozel ein extremes Beispiel dafür, was aus einer Kreuzung aus Gehirnforschung und Architektur entstehen könnte. Für gewöhnlich nehmen wir an, dass die gebaute Umwelt – ob im architektonischen oder städtischen Maßstab – unsere Psyche beeinflusst, so Ozel. Was wäre, wenn wir diese Beziehung umkehren könnten? Was, wenn kinetische Architektur eine direkte Verbindung zwischen sich selbst und den Gedanken seiner Nutzer herstellen und dadurch physisch anpassen könnte? [The Dish]

CEREBRAL HUT from Guvenc Ozel on Vimeo.

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