Test: LG Optimus L5 II – Viel Smartphone für wenig Geld

LG Optimus L5 II

Vergangenes Jahr brachte LG seine Low-Cost-L-Serie auf den Markt. Sie will sich auf das Wesentliche konzentrieren und eine günstige Alternative für Wenigverdiener darstellen. Inzwischen ist die zweite Generation der L-Serie auf dem Markt. Im Test erfahrt ihr, was das LG Optimus L5 II ausmacht.

Das Optimus L5 II ist mit einem 4 Zoll Display der mittlere Bruder zwischen dem ungewöhnlich kleinen Optimus L3 II (3,2 Zoll) und dem größer gewachsenen Optimus L7 II (4,3 Zoll). Es lässt sich von den Maßen mit dem Motorola RAZR i vergleichen. Die Auflösung beträgt 480 x 800 Pixel. Im Inneren steckt ein 1 GHz Mediatek MT6575 Single-Core-Prozessor, der für eine zufriedenstellende Perfomance sorgt. Glanzleistungen sollte man nicht erwarten, aber für den herkömmlichen Gebrauch ergeben sich durch die Prozessorleistung kaum Nachteile.

 

Gut aber glanzlos

Mit Android 4.1.2 Jelly Bean und dem Optimus-Style ergibt sich eine schöne, übersichtliche Benutzeroberfläche, die aber ein wenig kühl wirkt. Sie lässt sich nach Belieben anpassen: Neben genannter Aufmachung lassen sich die Oberflächen “Biz” einer nüchternen Business-Optik, dem lockereren “Cozywall” oder dem quietschbunten “Marshmallow” wählen. Letztere eignet sich vielleicht gerade dann, wenn man in Erwägung zieht, seinen Kindern ein günstiges Smartphone zuzulegen. Der interne Speicher ist mit 4 GB, von denen gerade einmal die Hälfte tatsächlich genutzt werden kann, sehr klein ausgefallen, ist aber glücklicherweise mit micro-SDs erweiterbar.

Das LG Optimus L5 II verfügt über eine 5 Megapixel-Kamera von der man keine High-End-Fotos erwarten darf – das sollte für die Käuferschicht des Mittelklasse-Smartphones ohnehin zweitranging sein. Für schnelle Schnappschüsse ist sie ausreichend, auch wenn Schwarztöne nicht optimal wiedergegeben werden. Dafür zeigt die Kamera ein recht geringes Rauschverhalten. Die Panoramafunktion klappt einwandfrei, die Bilder werden flott zusammengefügt. Bei Serienaufnahmen ergaben sich Schwierigkeiten bei bewegten Objekten. Ein schneller Autofokus mit überraschend kurzer Auslösezeit können punkten. Witzig: der Auslöser funktioniert auch per Sprachsteuerung. Einfach “Cheese” oder ein anderes vorgegebenes Wort sagen und schon macht es “Klick”. Klappt super.

 

Das Exterieur des LG Optimus L5 II

Es kommt eben nicht nur auf die inneren Werte an. Und was das angeht hat man mit dem Optimus L5 II ein typisches LG-Gerät mit klaren Linien in der Hand. Das Smartphone ist federleicht und liegt optimal in der Hand. Für mich ist es das erste Smartphone, das ich nicht mit dem kleinen Finger am unteren Rand am Platz halten muss, was bei längerem Gebrauch schon mal zu steifen Fingern führt.

LG Optimus L5 II

Der schöne Schein: Zwar ist die Rückseite aus Plastik, lässt sich dafür aber abnehmen.

Die Abdeckung auf der Rückseite ist nicht, wie es der erste Blick vermuten lässt aus Aluminium, sondern aus Kunststoff. Klar, für rund 170 Euro hält man keine Goldgrube in der Hand. Sehr positiv fällt auf, dass die Abdeckung entfernt und der Akku ausgetauscht werden kann, was ja schon längst nicht mehr selbstverständlich ist. Sie lässt sich sehr einfach entfernen, ohne aber von alleine abzufallen.

Wie die meisten LG der L-Serie hat auch das Optimus L5 II eine Quicktaste über der Lautstärkewippe. Standardmäßig ist diese auf Quickmemos eingestellt. Sie kann aber ähnlich wie bei anderen Android-Geräten, dort über zweimaliges Drücken des Home Buttons, individuell genutzt werden. Als intuitivste Belegung bietet sich die Kamera an, da ihr die Taste somit auch bequem als Auslöser verwenden könnt.

Benachrichtigungs-LEDs sind schon etwas Praktisches. Je nachdem, wie viele Dienste sie nutzen, können sie aber schnell lästig werden. Das LG kann das Blinken der Hardware-Home-Taste ganz einfach in den Optionen deaktivieren, was nicht alle Smartphones ohne Weiteres können. Im Gebrauch fühlt sich der Knopf etwas zu schmal an, der Druckpunkt ist aber gut. Sicher eine Frage der Gewöhnung.

Fazit

Das LG Optimus L5 II ist als Mittelklasse-Smartphone seinen Straßenpreis von circa 170 Euro absolut wert. Es mag nicht über Spitzenwerte in Sachen Hardware und Materialien verfügen, ein Billig-Handy hält man aber definitiv nicht in Händen. Es bietet alle Funktionen, die ein Ottonormalverbraucher verlangt, verzichtet jedoch auf Techniken wie beispielsweise NFC. Das Optimus L5 II lässt außerdem eine Frontkamera vermissen. Oder zusammenfassend in einem Satz: Wer ein solides Smartphone braucht, dafür aber nicht um die 500 Euro ausgeben möchte und hier und da ein paar kleine Abstriche machen kann, der ist mit dem LG Optimus L5 II optimal bedient.

Vorteile

+ Liegt perfekt in der Hand
+ Viel Smartphone für wenig Geld
+ Benachrichtigungs-LED deaktivierbar
+ Austauschbarer Akku
+ Android 4.1.2

Nachteile

– Keine Top-Materialien
– Sehr geringer Speicher (aber erweiterbar)
– Prozessorleistung

Spezifikationen:

– Maße: 118 x 62 x 9 mm
– Gewicht: 103 g
– Display: 4 Zoll, 480 x 800 Pixel Auflösung
– Prozessor: 1 GHz Single Core Prozessor
– Betriebssystem: Android 4.1.2
– Speicher: 4 GB (2 GB nutzbar, via microSD erweiterbar)
– Akku: 1700 mAh

 

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