Eine Prothese aus dem 3D Drucker rettet Kind vor dem Ersticken

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Als die kleine Kaiba Giofriddo geboren wurde konnten sich die Eltern keine rosige Zukunft mit ihrer Tochter ausmalen. Fast täglich kollabierte ihre Luftröhre und machte das Atmen des Kindes schier unmöglich. Nun hat sich eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universität von Michigan den Atemnöten der kleinen Kaiba angenommen und eine Prothese für sie aus dem 3D Drucker geschaffen.

Die Forscher der Universität von Michigan machten einige CT-Scans von den Bronchien und der Luftröhre des Kindes. Dadurch erhielten sie einen detaillierten Aufschluss über die Ursache der Atemnot von Kaiba. Sie litt an der seltenen Tracheobronchomalazie, einer Erscheinung, bei der die Entwicklung der Knorpel bei Kindern verzögert erfolgt und so die Luftröhre häufig kollabiert. Die Lösung über den 3D Drucker: Die Forscher bildeten am Computer eine Art „Schiene“ als Knorpelersatz, welche ein Kollabieren verhindern soll.

Die Prothese besteht aus einem Biopolymer namens „Polycaprolacton“ und löst sich innerhalb von zwei bis drei Jahren vollständig auf. Bis dahin, so hoffen die Wissenschaftler, haben sich die körpereigenen Knorpel nachgebildet. Die Operation verlief problemlos und Kaiba wurde bereits 21 Tage danach von der künstlichen Beatmung befreit.

Alle faszinierenden Geschichten rund um den 3D Drucker findet ihr hier.

[via Gizmodo.com]

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  1. Ich finde es sehr faszinierent, was man mit diesen 3 D Druckern alles „herstellen“ kann. Ich denke in den nächsten Jahren und Jahrzehnten werden in diesem Bereich noch sehr viel mehr Dinge erschaffen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.

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