Test: Lighting EVER 12W – endlich ein tauglicher LED-Glühlampenersatz

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LEDs sind die nächste Revolution in der Beleuchtungstechnik - aber was heißt das für den Privatmann? Taugen LEDs in Glühlampenform für den Haushalt? Bisher waren diese Lampen nicht sehr hell und ganz besonders teuer. Das hat sich in den letzten Monaten geändert. Wir haben die LED-Lampe Lighting EVER 12W A60 ausprobiert und sagen euch, was sie taugt.

Strom sparen und dennoch ein ordentlich helles Licht – das versprechen die LED-Lampenhersteller schon seit längerem. Aber erst langsam werden diese Lampen erschwinglich und kosten nicht mehr bedeutend mehr als eine Leuchtstofflampe. Letztere brauchen oft einige Zeit nach dem Einschalten, bis sie richtig hell werden. Dieses Problem gibt es bei den LED-Lampen hingegen nicht. Sie erreicht sofort ihre gesamte Helligkeit – also genau wie bei den guten alten aber stromvernichtenden Glühlampen.

Wir haben eines der stärksten Modelle in Glühlampenform ausprobiert, die es derzeit gibt. Die Lighting EVER mit 12 Watt soll so hell sein wie eine 75-Watt-Glühlampe. Schon vor dem auspacken merkt man: Soviel Technik ist nicht leicht. Die Lampe wiegt mehr als 150 Gramm.

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Design

Die Lighting EVER 12W wird wie eine ganz normale “Birne” in einen E27-Sockel geschraubt. Das klappt problemlos auch wenn sie etwas schwerer ist als eine Leuchtstofflampe. Die Lampe ist 60 lang und misst an der breitesten Stelle 128 mm. Damit dürfte sie problemlos überall einsetzbar sein, wo früher eine Glühlampe Platz fand. Das hohe Gewicht rührt vom metallenen Kühlkörper her, der mehr als zwei Drittel der Lampe umschließt.

Vergleichsweise klein ist die Milchglas-Haube, die einen Abstrahlwinkel von ungefähr 120 Grad bietet. Darauf müssen sich LED-Interessenten einstellen: Die Birnenförmigen Lampen leuchten nicht rundherum wie das noch bei Glühbirnen aber auch bei Leuchtstofflampen der Fall war – sie leuchten eher nach vorne und zur Seite aber eben nicht nach hinten. Das ist gerade bei großen Lampenschirmen, die förmlich wie ein Lampion aufleuchten sollen, durchaus problematisch. Vollkommen egal ist das hingegen bei Lampen mit Reflektorgehäuse, die sowieso das allermeiste Licht nach vorne abgeben.

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Im Betrieb

Beim Einschrauben fiel uns auf, dass die Lampe sehr tief eingeschraubt werden muss, damit sie im Sockel Kontakt findet. Das mag von Sockel zu Sockel unterschiedlich sein, doch wir hatten beim ersten Einschalten erst einmal gedacht, die Lampe sei kaputt, weil sie nicht aufleuchtete.

Beim ersten Einschalten fällt auf: Diese Lampe ist wirklich hell – obwohl sie nur 12 Watt benötigt und eigentlich nur eine 75 Watt Glühlampe ersetzen soll. Uns kam die mit ihren 1080 Lumen vor, als sei sie so hell wie eine traditionelle 100-Watt-Lampe. Umso besser, denn 12 Watt sind wirklich wenig. In vielen Bereichen wie im Flur oder der Küche hätte uns das 10-Watt-Modell, das obendrein günstiger ist, locker gereicht.

Laut Hersteller ist die Lichtfarbe Warm-Weiß. Die Farbtemperatur wird mit 3000 Kelvin angegeben. Für uns ist es ein helles Weiß, das zwar nicht ganz so heimelig ist, wie das der Glühbirne aber auch nicht so bläulich und zumindest nach unserem Empfinden unangehmemeren Leuchtstofflampenlicht, selbst, wenn es in der gleichen Farbtemperatur angeboten wird. Dimmen lässt sich die LED nicht. Im Betrieb ist sie nicht zu hören. Ein Wort der Warnung noch: Diese Lampe wir wirklich heiß am Kühlkörper. Damit kann man sich ganz hervorragend die Finger verbrennen, wenn man sie nach der Benutzung aus der Lampe dreht…

Kosten

Das interessante an dieser Lampe sind jedoch neben dem angenehmen Licht auch die damit verbundenen Kosten. Bei 12 Watt ergibt sich bei täglich dreistündiger Benutzung jährlich ein Strombedarf von 13,14 kWh. Beim durchschnittlichen kWh-Preis von 0,28 Euro ergeben sich jährliche Kosten von 3,75 Euro. Schön und gut – aber die Lampe kostet 14,99 Euro!

Der Hersteller gibt eine Lebensdauer von 18,26 Jahren bei täglich dreistündiger Benutzung an. Das wären rund 20.000 Stunden und nach heutigen Preisen Stromkosten von 67,20 Euro.
Und das ist in Verbindung mit dem geringeren Strombedarf der Vorteil gegenüber einer Leuchtstofflampe.

Eine solche Energiesparlampe wie die von der Helligkeit vergleichbare Philips Softone 20 Watt kostet gerade einmal 6 Euro bei Amazon. Sie hält aber nur 10.000 Stunden und benötigt 20 Watt. Pro Jahr sind das bei 3 Stunden täglicher Nutzung 6,13 Euro und über die gesamte Lebensdauer der Lampe 56 Euro. Da die Lampe nur halbsolange hält wie die LED kommen vergleichbar Stromkosten von 112 Euro zusammen und Lampenkosten von 12 Euro. Macht insgesamt 124 Euro. Bei der LED sind es 82,20 Euro.

Fazit

Die Geldersparnis ist natürlich nicht die Welt – auch bei vielleicht 10 Lampen im Haushalt sind das gerade einmal etwas unter 420 Euro. Aber dazu kommt der Komfort, dass die Lampe immer gleich die volle Helligkeit erreicht und ein unserer Meinung nach angenehmeres Licht. Wir können die Lighting EVER 12W deshalb uneingeschränkt empfehlen.

Und wie sieht es bei euch aus? Steigt ihr auf LEDs um? Was stört euch? Was findet ihr gut? Schreibt es einfach in die Kommentare.

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  1. also wir haben jetzt seit 2 monaten eine LED-lampe im bad…..
    vorher hatten wir überall immer diese Leuchtstoff-energiesparlampen, doch im bad sind diese durch das ständige an und aus schalten dauernd nach wenigen monaten kaputt gegangen, und als uns dann in kürzester zeit 5 lampen nacheinander dadurch kaputt gegangen sind, war ich es entgültig leid.
    für den preis dieser 5 lampen hätte ich mir auch 2-3 LED-lampen kaufen können,
    und dass habe ich dann auch getan und ich bin echt zufrieden vorallem weil sie sofort komplett hell sind….
    sry wenn ich das jetzt so sage aber bei den Leuchtstoff-lampen war die lampe gerade bei ihrer vollen helligkeit angelangt wenn man mit seinem “geschäft” schon fertig war xD…..

    im rest der wohnung werde ich aber vorerst auf LED-lampen verzichten, bis die alten lampen ihren geist aufgeben…….. aber dadurch das sie sofort hell sind und dadurch das sie wesentlich mehr an und aus schaltzyklen aushalten, finde ich das es die perfekten birnen sind für räume in dennen mann sich nicht lange aufhält, also für’n Flur und Bad usw.
    aber in allen anderen räumen kann ich auch darauf warten das es komplett hell ist und schalte da eh nur einmal an und später irgendwann wieder aus, also finde ich das in anderen räumen nicht unbedingt notwendig

  2. Ich bin schon vor einigen Monaten komplett auf LED umgestiegen – und zwar von Energiesparlampen. Gerade bei den 75+ Watt – Modellen habe ich selbst mit Energiesparlampen von namhaften Herstellern schlechte Erfahrungen gemacht: Die Leuchtkraft nimmt nach etwa einem halben Jahr deutlich ab und man entsorgt die eigentlich noch funktionierende Birne weil es einfach nicht mehr hell genug wird. Diesen vorzeitigen Austausch sollte man auch mit in die Kostenbetrachtung einrechnen.

  3. Es wurde mehrfach getestet und gezeigt dass die von den Herstellern angegebenen z.B.
    20.000 Stunden schlichtweg gelogen sind.
    Dazuhin fehlt die Angabe zu den An-Aus-Schaltzyklen.

    Realistische Angaben sind ca. 2000 Stunden und 4000 oder weniger Zyklen.
    Da die Lampen sehr viel teurer sind als die alten Glühbirnen lohnt sich für die
    Hersteller der Umstieg in Europa. Da sie jetzt so gute Gewinne machen,
    hat es sich offensichtlich auch gelohnt in Brüssel einiges an Geld zu schmieren
    um die neuen Gesetze zu verabschieden.

    Nicht erwähnt bei der gesamten Rechnung sind die Entsorgungskosten der
    extrem umweltunfreundlichen modernen Lampen, die übrigens bei der
    Gesetzgebung auch einfach verschwiegen wurde,
    und in sämtliche Wirtschaftlichkeitsrechnungen nicht einfließt.

    Sollte man alle Faktoren einrechnen sind die neuartigen Lampentypen
    allesamt nur dafür da den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

  4. Man lese mal die Bewertungen bei Amazon und schon sieht man, dass die Lampen nicht zu gebrauchen sind da jede zweite übelst Brummt.

    1. Ich habe drei Stück davon in mehreren Wohnungen ausprobiert und keine brummte. Allerdings hatte ich auch E14 Modelle eines anderen Herstellers einmal an einer mit Dimmschalter versehenen Lampe probiert und die summten tatsächlich, auch wenn der Dimmer gar nicht betätigt wurde. Vielleicht war das das Problem.

  5. also ich werde sicher nicht auf LED umsteigen, solange die Preise derart hoch sind. Zum einen bin ich ganz zufrieden mit den Halogen-Lampen die ich derzeit verwende (sind günstiger als die Leuchtstoff bzw Energiespar(Quecksilber)Lampen), zum andern kann ich mir die LED Lampen schlichtweg einfach nicht leisten. Auch wenn ich hier in meiner kleinen Wohnung nur max 5 Birnen habe, bevorzuge ich doch die Halogen weil sie genauso wie die LED sofort ihre komplette Helligkeit haben und sie im Gegensatz zu den Leuchtstofflampen kein Quecksilber enthalten. Preislich sind sie zwar etwas teurer als die guten alten Glühlampen (so um die 3-5 Eur), aber das Licht ist ungefähr genauso wie die Glühlampen.

  6. Ich suche schon länger Ersatz für einen Deckenfluter mit 300W Halogenstab.
    Leider scheint es da noch keinen tauglichen Ersatz zu geben.
    Sowohl LED als auch Leuchtstofflampen ersetzen höchstens die
    klassische 100W Lampe.

  7. In 5 Jahren wird niemand mehr von irgendwelchen anderen Lampen sprechen. LED sind trotz ihrer Neuheit bereits in jeder Hinsicht überlegen.

  8. Habe mir die Lampe auf den Test hin über eBay bestellt (12,99) und heute erhalten – bin sehr zufrieden. Ein Brummen kann ich nicht feststellen (es ist aber auch kein Dimmer im Einsatz) und das Licht ist sehr angenehm. Der 100W-Vergleich ist auch vollkommen realistisch, wirklich sehr hell. Einziges Manko ist (wie erwähnt) der große Kühlkörper, der einen Einsatz im Deckenfluter ziemlich sinnlos machen würde.

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