Test: Asus Fonepad – Viel Phablet fürs Geld

asus aufmacher

Für gerade einmal 229 Euro bietet das Asus Fonepad so einiges: 7 Zoll IPS Display mit 1280 mal 800 Pixel, 16 GByte erweiterbarer Speicher, Intel-Atom-CPU und ein 3G-Modul mit HSPA+ und Telefoniefunktion ohne Headset. Damit könnte das Asus Fonepad als Smartphone genutzt werden - insofern jemand mutig genug ist, sich ein 7 Zoll Gerät an das Ohr zu halten.

Das Asus Fonepad ist – wie der Name schon impliziert – ein Tablet zum Telefonieren. Das funktioniert auch komplett ohne Headset indem man sich das Fonepad wie ein Smartphone an das Ohr hält. Wer hier allerdings angesichts der Phablet-Welle bereits mit einem Samsung Galaxy Note hadert, würde sich das Asus Fonepad wohl nicht mal mit einer Kneifzange an das Ohr halten. Zugegeben: Mit dem Asus Fonepad in der Öffentlichkeit zu Telefonieren benötigt ein ausgeprägtes Maß an Selbstbewusstsein. Denn gegenüber dem Fonepad wirkt das Samsung Galaxy Note wie ein Zwerg. Dennoch füllt Asus mit dem Fonepad eine Marktlücke – auch wenn es die so vielleicht gar nicht gibt.

Asus Fonepad mit ungewöhnlichem Taktgeber

Ebenfalls ungewöhnlich: Im Inneren taktet mit dem Intel Atom Prozessor eine Single-Core-CPU mit 1,2 GHz. Die aus dem Desktop-Bereich bekannte Hyperthreading-Technik kann hier jedoch auch mit einem Kern mehrere Prozesse, in unserem Fall zwei, gleichzeitig abarbeiten. Das Android Betriebssystem läuft damit sehr flüssig, zu Rucklern oder gar Aussetzer kommt es kaum. Auch die meisten Spiellaufen absolut flüssig. Bei Ausnahmen hat das Asus Fonepad dann aber doch Probleme. Das liegt allerdings nicht an mangelnder Performance des Prozessors, sondern daran, dass die Intel-Plattform mit einigen Games nicht zusammen arbeitet.

Der Arbeitsspeicher des Asus Fonepad beträgt 1 GByte, der interne Speicher 16 GByte. Das ist mehr als man in dieser Preiskategorie erwartet. Kommt noch hinzu, dass im Gegensatz zum ebenfalls von Asus gefertigten Nexus 7 der interne Speicher durch eine microSD-Karte um bis zu 32 GByte erweitert werden kann. In unserem Test funktionierte das auch mit einer 64-GByte-Speicherkarte.

fonepad open

Verarbeitung

Der Slot für die microSD-Karte befindet sich genauso wie der Slot für die microSIM-Karte unter einer aufschiebbaren Plastikkappe am oberen Rand der hinterne Seite. Im geschlossenen zustand fügt sich diese Kappe nahtlos in das gefällige Design des Asus Fonepad ein. Der Rest der Rückseite besteht aus Plastik im Alu-Look die ein angenehm hochwertiges Gefühl hinterlässt. In der Mitte der Rückseite prangt eine “ASUS”-Prägung. Im unteren Bereich befindet sich die Performation für den Lautsprecher, noch weiter unten der obligatorische Mini-USB-Port, der 3,5 Millimeter Klinkenstecker für Kopfhörer oder Headset sowie eine kleine Öffnung für das integrierte Mikrofon. Klar dürfen auch der On- / Off-Button und die Lautstärkewippe nicht fehlen. Auf der Vorderseite befindet sich ein kleiner Lautsprecher zum Telefonieren und eine 1,2 Megapixel-Kamera für die Videotelefonie. Auf eine höher auflösende Kamera auf der Rückseite hat Asus komplett verzichtet. Das Gerät ist mit 340 Gramm relativ schwer. Zum Vergleich: Das iPad Mini wiegt trotz seines 7,9 Zoll Displays nur gut 300 Gramm. Insgesamt macht das Asus Fonepad einen stabilen und hervorragend verarbeiteten Eindruck.

Display

Fonepad  (r.) vs. Nexus 7 (l.)

Fonepad (r.) vs. Nexus 7 (l.)

Ein vielleicht etwas zu dick geratener Rahmen auf der Vorderseite umfasst das 1280 mal 800 Pixel IPS Panel. Diese wirkt ausreichend hell und auch die Auflösung lässt keine einzelnen Pixel erkennen. Vergleicht man jedoch das Asus Fonepad mit dem von Google bei Asus in Auftrag gegebenem Nexus 7 sind Qualitätsunterschiede sichtbar. Das Weiß ist bei Nexus 7 nicht nur farbechter, sondern vor allem heller. Auch die Finger hinterlassen auf der Oberfläche des Nexus 7 kaum Abdrücke, während der Displayschutz des Asus Fonepad ein wahrer Schmutz-, Schweiß- und Fingerfettmagnet ist.

Der fest verbaute Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 4270 mAh scheint der gleich wie im Google Nexus 7 zu sein. Auch die Akkulaufzeit bewegt sich auf einem ähnlich hohen Niveau, mit leichten Vorteilen für das Asus Fonepad dank seines energiearmen Intel Chipsatzes.

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Fazit

Trotz günstigem Preis ist das Asus Fonepad alles andere als ein Billigheimer. Es ist hervorragend verarbeitet, kommt mit einem sehr guten Display, welches allerdings etwas heller sein könnte. Die Akkulaufzeit spielt ganz oben mit und der ungewöhnliche Intel-Chipsatz verrichtet sein Aufgaben ohne Verzögerungen, bei einigen wenigen Spielen verweigert der Intel-Chipsatz allerdings (noch) seinen Dienst. Auch schade, dass Asus auf eine Kamera auf der Rückseite verzichtet hat. Weiterer Minuspunkt: Die Display-Oberfläche verschmiert ungewöhnlich stark. Mehr gibt es jedoch nicht zu meckern.

Wer ein günstiges Tablet zum Telefonieren sucht, ist beim Asus Fonepad goldrichtig. Theoretisch kann das Fonepad als klassisches Smartphone genutzt werden – auch wenn man sich beim Telefonieren mit dem riesigen Fonepad über erstaunte Blicke nicht wundern braucht. Nicht nur weil das Asus Fonepad verdammt viel für sein Geld bietet erhält es unsere volle Empfehlung. Es füllt außerdem souverän eine Nische, in die sich andere Hersteller noch nicht trauten.

fonepad fone

Spezifikationen des Herstellers

Betriebssystem – Android 4.1
Bildschirm – 7″ LED Hintergrundbeleuchtung WXGA (1280×800) IPS Panel
Prozessor / Sockel – Intel® Atom Z2420 1.2 GHz
Arbeitsspeicher – 1GByte
Speichersystem – 16GByter
Netzwerkstandard – HSPA+ UL:5.76 Mbps/DL:21 Mbps
3G – WCDMA : 850/900/1900/2100
2G – EDGE/GSM : 850/900/1800/1900,
Wireless Data Network – WLAN802.11 b/g/n, Bluetooth V3.0
Webcam – 1.2 MP Front Camera
Audio – High Quality Speaker
Schnittstellen
– 1 x Micro USB
– 1 x 2-in-1 Klinke (Kopfhörer / Mikrofon)
– 1 x Micro SD Card Reader (bis zu 32GByte)
– 1 x 3.5mm Kopfhörer
– 1 x Micro SIM
Sensor – GPS & Glonass, G-Sensor, E-Compass, Annäherung, Umgebungslicht-Sensor
Akku – 9 Stunden; 16Wh Li-Polymer Batterie
Standby Time – 751 hours(3G)
Talk Time – 32.5 hours(3G)
Farbe – Titanium Gray / Champagne Gold
Abmessungen – 196.4 x 120.1 x 10.4 Millimeter (LxWxH)
Gewicht – 340 Gramm

Tags :
    1. Hi Jens, auf jeden Fall mit Bluetooth! Der Vollständigkeit halber findest du jetzt auch die Herstellerspezifikationen unter dem Test.

  1. Habe das Gerät nun seit 2 wochen und bin total begeistert. Nach dem 3 Update läuft alles ruckelfrei und dank den Outdoor Modus (der jedoch 1/3 der Akku Leistung schluckt) ist auch das bemänkelte dunkle Display Geschichte. Um das extreme verschmieren des displays zu vermeiden empfielt sich eine schutzfolie die es jedoch bisher nur bei Amazon.de zu finden ist im Handyladen oder Saturn/Mediamarkt leider fehlanzeige so kommen halt 11 E kosten dazu. Wen es zu blöde ist das brett ans Ohr zu halten muss nocheinmal paar Euros für ein Headset ausgeben ab ca. 20 € aufwärts

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