Ein Hackertraum: Motorrad als WLAN-Scanner und -Cracker

wlan-motorrad bild von ben grubb

Das kennt ihr doch sicherlich auch, oder? Man schwingt sich bei strahlendem Sonnenschein auf das Motorrad, fährt durch endlose Kurven und eine Vielzahl Dörfer und Städte und infiltriert während der Fahrt viele fremde WLANs…. Moment, bitte was?

Was auf den ersten Moment nach so etwas wie einem surrealen Hackertraum klingt, ist tatsächlich die neueste Freizeitbeschäftigung von Denis Andzakovic. Der 22-jährige Neuseeländer ist IT-Sicherheitsberater und Motorradliebhaber. Auf der australischen Sicherheitskonferenz AusCERT zeigte er seine Custom Suzuki Boulevard, die er mit zwei Mikrotik-Routern, GPS, einem Netbook mit diversen Sniffing- und Angriffstools sowie einem Raspberry Pi für ein HUD in seinem Helm ausgestattet hat. Damit ist er in der Lage, nicht nur während der Fahrt fremde WLANs und deren Sicherheitsstatus zu scannen sowie ihre Position für die Darstellung auf Google Maps zu speichern, sondern beispielsweise Nutzer mit sogenannten deauthentication packets aus dem Netz zu werfen und genug Pakete mitzusniffen, um später daheim die Verschlüsselung der Netze zu knacken.

Auf die Frage, warum er dieses Hacker-Motorrad gebaut hat, antwortet er:

„Es schien eine gute Idee zu sein. Ich vermute, für unsere tägliche Arbeit brauchten wir etwas wie eine Wi-Fi-Review-Plattform, die wir mitnehmen und nutzen können, wenn wir drahtlose Penetrationstests und Ähnliches machen. Ein Teil von mir wollte einfach die beiden Dinge kombinieren, die ich wirklich gern mache und absolut nichts miteinander zu tun haben. Ich wollte einen Weg finden, beides miteinander sprechen zu lassen.“

wlan cracking hud bild von Denis Andzakovic

Für die AusCERT hat Andzakovic eine Tour an der Goldküste gemacht, um zu sehen, wie gut australische Netze gesichert sind. Immerhin gut ein Viertel der gescannten Netze war komplett offen, was er aber zumindest zum Teil auf Hotel-WLANs zurückführt. Gut 6 Prozent der Netze nutzte die veraltete und unsichere WEP-Verschlüsselung, während die verbleibenden ca. zwei Drittel der Netze auf die generell als relativ sicher erachtete WPA-Verschlüsselung setzen. [Sydney Morning Herald, via Nerdcore]

Oberes Bild: Ben Grubb/SMH
Unteres Bild: Denis Andzakovic

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