Finderlohn: PayPal prellt deutschen Bugfinder

PayPal, via derstandard.at

Der 17-jährige Schüler Robert Kugler hat auf PayPal einen Bug entdeckt und diesen den Betreibern gemeldet. Warum? Weil das PayPal Bounty Program eine Belohnung für das Auffinden eines solchen Fehlers vorsieht. Doch anstatt seiner Auszahlung erhielt der Deutsche eine Abfuhr des Micropayment-Systems.

Nun, wie rechtfertigt PayPal diesen unschönen Umstand? Ist es dem Tochterunternehmen von eBay solch ein Gräuel, einem Schüler auf ehrliche Weise das Taschengeld aufzubessern? Offenbar schon, denn der Bezahldienst stützt sich auf das Alter des 17-Jährigen. Weil Robert Kugler nicht volljährig sei, weigert sich das Unternehmen, ihm seine Belohnung auszuzahlen. Richtlinien hat das PayPal Bounty Program schon, Bestimmungen über das erforderliche Alter für eine Teilnahme sucht man dort jedoch vergebens.

Laut PC World hatte der Schüler vor zehn Tagen, am 19. Mai, einen Bug auf PayPal entdeckt und das Unternehmen darüber in Kenntnis gesetzt. Dort weigerte man sich aber, den Finderlohn auszuzahlen, weil Kugler noch nicht volljährig ist.

 

Bugsuche als Nebenverdienst

Nicht nur PayPal setzt ein “Kopfgeld” auf Bugs aus. Andere große Internetdienste, darunter auch Facebook, Google oder Microsoft bezahlen Nutzer für das Auffinden solcher mit Summen, je nach Unternehmen und Bug, zwischen 100 und 20.000 Dollar. Microsoft führt sogar eine Liste seiner eifrigen Helfer. Auch hier hat Robert Kugler schon gesucht und gefunden. Sie alle setzen kein bestimmtes Alter als Voraussetzung für die Entlohnung voraus. Kugler hat es sich zum Hobby gemacht, auf Fehlersuche zu gehen. von Mozilla erhielt er insgesamt 4.500 Dollar für den Hinweis aus zwei Bugs, darunter im Firefox-Browser.

Eine Voraussetzung für den Erhalt der Belohnung im Sinne des PayPal Bounty Programs ist ein Account beim Zahlungsanbieter. Kugler bot an, das Geld auf das PayPal-Konto seiner Eltern zu überweisen. Im aktuellen Fall nimmt er die Abfuhr gelassen auf. Ihm sei wenigstens eine öffentliche Anerkennung wichtig, die er später in seinen Lebenslauf aufnehmen möchte. Bis dato nahm PayPal noch nicht Stellung zu dem Vorfall.

[via derStandard]

 

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  1. Typisch deutsch… Da macht ein 17 Jähriger bei einem “Wettbewerb” mit, für den er 18 sein müsste und jammert dann, dass er nichts bekommt…

  2. Hast du den Text den gelesen? Der Junge ist schon relativ aufmerksam und alle anderen mit diesen Programmen machen keinen Stress denn in keiner der Richtlinien scheint etwas von einer Alterbegrenzung zu stehen. Typisch Trollvottel. Überschrift lesen und gleich losposten!

  3. Dabei ist PayPal soo ein seriöses Unternehmen!!1!1elf

    Die würden niee wahllos Konten ohne Begründung einfrieren! (google: “paypal friert konto ein”)
    Die werden deswegen sicher nicht gerade verklagt (http://help.orf.at/stories/1718633/)
    PayPal hat auch die günstigsten Konditionen (http://www.online-gebuehrenrechner.de/index.php?sellertype=privat)
    PayPal ist auch unparteiisch (google: wikileaks)

    Aber muss jeder selbst entscheiden, ob er so ein Unternehmen noch sponsert…

  4. Typisch deutsch… Zu dumm eine seriöse Quelle über den Vorfall zu lesen, aber nörgeln man habe die unvollständige Zusamenfassung dieses Hobby-Blogs für minderbemittelte nicht verstanden. Aber wir wollen das arische Volk hier ja nicht geistig überfordern.

  5. Unter 18 ist kein Hindernis, sondern nur schäbiger Vorwand sich um die Prämienzahlung zu drücken.
    PayPal hätte notfalls an die Erziehungsberechtigen des Minderjährigen zahlen können…
    Peinlich und schäbig für PayPal (Ebay) und seine Kohrintenkacker !

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