Test: LG Optimus L7 II – des L5 II großer Bruder

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Die zweite Generation des LG Optimus L7 hat sich dem Praxistest unterzogen. Zwar hat der große Bruder des LG Optimus L5 II einen überraschend guten Akku, doch er ist dem etwas kleineren Modell nicht in allen Punkten überlegen. Was genau unterscheidet das L7 II vom L5 II? Lest es im Test.

LG Optimus L7 II schlicht und schick

Das LG Optimus L5 II und das Optimus L9 machten im Test bereits einen soliden Eindruck für ein Mittelklasse-Smartphone. Und auch das L7 II fügt sich in diese Reihe ein. Das 4,3 Zoll-Smartphone begeistert durch ein ähnliches Gewicht wie bereits das L5 II. Allerdings liegt es auf Grund seiner etwas breiteren Maße nicht ganz so perfekt in der Hand. Dadurch lässt sich ein Teil des unteren Bildschirmrandes nicht ohne Umgreifen mit dem Daumen erreichen. Das ist aber ein individuelles Problem.

Die L-Serie hat viele Gemeinsamkeiten, wie sich herausgestellt hat. Unterschiede liegen, wie so oft, im Detail. Rein optisch sind diese zum L5 II zumindest minimal: Die 8 Megapixel-Kamera ist mittig positioniert, statt links. Was gleich bleibt, ist das Kunststoffgehäuse, das sie umgibt. Zwar wirkt es keineswegs billig oder minderwertig, aber Edelklasse ist etwas anderes. Auch das Manko des Hardware-Homebuttons ist dem Optimus L7 II dem L5 II gleich. Er ist äußerst schmal und klein, was ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Außerdem kann dieser nicht mit einem optimalen Druckpunkt punkten. Schön ist allerdings die integrierte Benachrichtigungs-LED, die sich individuell anpassen oder auch deaktivieren lässt. Im Gesamteindruck kommt es aber trotz seiner Schlichtheit sehr schnittig rüber.

 

Der Unterschied im Preis

Bisher klang es ja noch nicht so, als würden das geringfügig größere Display oder die 8 Megapixel-Kamera den höheren Preis von immerhin rund 60 Euro wirklich rechtfertigen. Wäre da nicht noch der ein oder andere Pluspunkt, den es vorzuweisen hat. Im Gegensatz zum L5 II ist das größere Modell zusätzlich mit einer Frontkamera ausgestattet. Wer also gerne Selbstportraits macht oder Videochats zu seinen Hobbies zählt, ist mit dem Optimus L7 II besser bedient. Jetzt kommt das große Aber: Die Aufnahmen der Frontkamera sind wahrlich kein Augenschmaus. Egal ob Videos oder Bilder: Alles wird mit einem geradezu unsäglich starken Kontrast versehen, sodass ich die Kamera am liebsten gleich wieder ausschalten wollte. Unverständlich ist auch, warum das Display des L7 II auf maximaler Helligkeitsstufe deutlich dunkler leuchtet als das des L5 II. Zumindest in Sachen Auflösung gibt es keine Unterschiede (800 x 480).

Jetzt kommt das große Plus des Mittelklasse-Smartphones: Der Akku. Mit 2460 mAh ist dieser sehr großzügig. Das Smartphone hielt im Test erstaunlich lange mit nur einer Ladung durch. Ansonsten hat das L7 II einen zusätzlichen Übertragungsweg: NFC. Nicht für jedermann notwendig, aber es hat reibungslos funktioniert, Daten zu beamen.

Dank 768 MB Arbeitsspeicher und 1 GHz Qualcomm Snapdragon S4 Dual-Core-Prozessor legt es eine gute Performance hin, die etwas flüssiger ist als beim L5 II. Zweckmäßig und anpassbar ist die Android 4.1.2 Jelly Bean-Oberfläche in Zusammenarbeit mit dem Optimus Look.

Ein nützliches Feature, das auch ausgezeichnet funktioniert, ist der Intelligente Bildschirm. Jeder ist darauf bedacht, mit seiner Akkuladung möglichst lange über die Runden zu kommen. Einen großen Teil des Energieverbrauchs geht dabei am Display verloren. Deswegen stellen viele ein, dass der Bildschirm sich nach möglichst kurzer Zeit wieder von alleine deaktiviert. Eigentlich nützlich. Nervig wird es nur, wenn man längere Texte liest oder Bilder detailliert betrachtet: Immer wieder geht der Bildschirm aus, bevor wir es in diesem Moment gebrauchen könnten. Hier kommt der Intelligente Bildschirm ins Spiel. Er lässt das Display so lange angeschaltet, wie er eure Augen vor dem Smartphone erkennt. Sind sie nicht mehr erkennbar, startet die Zeitspanne, nach der der Screen dunkel wird. Diese Funktion des Optimus L7 II hat einwandfrei funktioniert.

 

LG Optimus L7 II

Rein optisch gibt es kaum Unterschiede zwischen dem L7 II und dem L5 II.

Fazit

Das LG Optimus L7 II zeigte sich im Test ähnlich solide wie das L5 II. Hie und da hat es Schwächen, wie das dunklere Display oder die Frontkamera, auf der anderen Seite kann es mit einer guten Akkuleistung, mehr Arbeitsspeicher und NFC überzeugen. Persönlich hat mir das L5 II etwas besser gefallen, vielleicht auch gerade wegen der meiner Meinung nach bisher unübertroffenen Handlichkeit. Trotzdem sollte jeder, der für vergleichsweise wenig Geld ein Smartphone haben und nicht auf Standardfeatures verzichten möchte, das Optimus L7 II in seine Überlegungen mit einbeziehen.

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Hier gehts zum Test des LG Optimus L5 II und zum Test des LG ptimus L9.

Auf einen Blick

+ Guter Akku
+ NFC
+ Optik
+ Preis
+ Geringes Gewicht
+ Austauschbarer Akku
+ Intelligenter Bildschirm
+/- Frontkamera, die aber nicht überzeugen kann
– Dunkleres Display
– Kunststoffgehäuse

 

Spezifikationen

4,3 Zoll IPS-Display, 800 x 480
Qualcomm MSM8225 Snapdragon S4 Play Dual Core-CPU, 1GHz
4 GB Speicher (2 GB nutzbar, erweiterbar mit microSD)
768 MB RAM
Android 4.1.2 Jelly Bean
2460 mAh-Akku
8 Megapixel-Kamera
NFC
Preis: 250 Euro

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  1. Ich hab mir das L7 auch geholt und finde es super. Das Display ist mir keineswegs zu dunkel. Kann ich also nicht bestätigen. Für 250 EUR ist es deutlich besser als Konkurrenzprodukte, die minimal bessere Spezifikationen haben, dafür aber fast ein Drittel oder doppelt so viel kosten.

    1. Hallo Jonas, danke für deinen Kommentar! Da habe ich mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt: Der Screen des L7 II ist an sich nicht „dunkel“. Seine Leuchtkraft im Vergleich zum L5 II ist auf maximaler Helligkeitsstufe nur deutlich geringer. Aber gerade für empfindliche Augen ist es schon manchmal angenehm, wenn man einen etwas schwächeren Bildschirm vor Augen hat. :)

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