August: Das Smart Lock der Zukunft

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In einer Welt der smarten und konnektiven Dinge wird die vielleicht wichtigste Vorrichtung des eigenen Heims erst jetzt automatisiert. Das Unternehmen August, mitgegründet von Yves Behar und Jason Johnson, hat heute seine erstes Produkt angekündigt: Das umgerechnet etwa 150 Euro teure, gleichnamige August Smart Lock. Mit ihm soll man endlich davon befreit werden, mit vollen Händen den Schlüssel herauskramen oder bei Freunden oder Verwandten Notfallschlüssel bunkern zu müssen.

Das schlüssellose Eingangssystem verbindet sich mit dem Smartphone über Bluetooth und ermöglicht die Kontrolle darüber, wer rein und raus darf. Und dafür muss man nicht einmal das ganze Schloss austauschen. Jason Johnson deutete sogar eine Kooperation mit sozialen Netzwerken an, die eine einfachere Zwischenvermietung ermöglichen.

August soll dieses Jahr erscheinen und ersetzt das Innere des Türschlosses (und ist laut Johnson wohl mit 90 Prozent der Schlösser kompatibel). Wenn August erkennt, dass das autorisierte Smartphone sich in einem bestimmten Bereich befindet, wird die Tür geöffnet. Das System nutzt vier AA Batterien und sollten diese nach etwa sechs Monaten leer sein, kann man das Schloss wieder mit dem Schlüssel öffnen. Praktischerweise wurde in die App ein Erinnerungssystem integriert, das früh genügt mahnt, langsam Batterien zu wechseln oder eben den Schlüssel einzupacken.

Besonders ist die Möglichkeit, virtuelle Schlüssel an Bekannte auszustellen. Hierbei kann man festlegen, wann diese Schlüssel funktionieren. Wirklich guten Freunden und der Familie könnte man so einen immer funktionierenden Schlüssel ausstellen, Putzdiensten, Zwischenmietern oder sonstigen einen temporären Zugang. Mit August wird außerdem jeder Zugang mit jeweiligem Schlüssel gespeichert. Gesetzt den unwahrscheinlichen Fall, dass man gleichzeitig unzählige Schlüssel verteilen will, aber den Empfängern nicht zu hundert Prozent traut, kann man per Push-Nachricht über Zutritte informiert werden.

Ein offensichtlicher Nachteil ist der, dass man mit August wohl noch besser auf sein Smartphone aufpassen sollte. Zumindest lassen sich vom Computer alle virtuellen Schlüssel wieder entfernen. Und zu welchem Haus das Smartphone gehört, ist zumindest in der App nicht vermerkt. Insgesamt wohl ein System mit Mängeln, das aber gleichzeitig einige wirkliche und einige eingebildete Alltagsprobleme auf die vielseitigsten Arten beheben könnte. [August]

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  1. Juhu. Handy-Akku leer und schon kommt man nicht mehr rein ^^. Und da man Bluetooth anhaben muss, ist der Akku gleich noch schneller leer. So ein Schwachsinn! Von Hacker-Angriffen ganz abgesehen.

    1. “Von Hacker-Angriffen ganz abgesehen.” Weil es ja auch so schwer ist ein Schloß zu öffnen ;).

      Nunja… ich stimme dir aber zu… man müsste erst die Akku-Probleme der Handys in den Griff kriegen.

  2. Scheint für die typischen amerikanischen Pappmaché Türen gemacht- und passt damit ohnehin nicht auf europäische Türschlösser…

  3. Das hat sicher ein paar Social-Network-Ansätze, die neu sind, aber Schlösser per Smartphone zu öffnen ist keine wirklich neue Idee. Einfach mal nach KABA und NFC suchen.

  4. Oh, schön, der Verein der Bedenkenträger hat Kommentar-Tag…
    Zum Glück wart ihr bei der “Erfindung” des Feuers nicht anwesend: “Nee, lass den Unsinn mal lieber, daran könnte man sich verbrennen!”. Vielleicht solltet ihr eure Handys einfach mal ab und an aufladen?
    Und für den Fall des “plötzlichen Akku-Problems” kann man ja den Schlüssel immer noch in einem Behältnis seiner Wahl (z. B. Rucksack, Handtasche etc.) mitführen…

    1. Mir wäre neu, dass das Feuer “erfunden” wurde… außer man glaubt natürlich an Gott. Sonst wäre es mal schön wer die Luft erfunden hat… oder das Wasser…. Nun Ja Spaß bei Seite. Also bei mir hält das Akku nicht mal nen Tag, wenn ich alle Dienste wie Bluetooth, Push etc. verwende…. Ein Schlüssel permanent mit zu nehmen, macht für mich dieses Gerät irgendwie unnütz.

  5. Ich weiß ja nicht, wie ihr das so seht? Aber wäre es nicht sinnvoller, Bluetooth erst anzuschalten, wenn man zu Hause ist? Nur mal so als kleiner Denkansatz. Manchmal kann man aber wirklich am Verstand Einiger zweifeln.

  6. Ich würde auch sagen das man ja evt. auch noch die Möglichkeit hat dies nicht mit dem Handy zu machen sondern mit einer Art Chip den man bei sich führ. Wie zb. bei BMW Key-less-go wobei es einzig darum geht nicht immer nach dem Schlüssl zu kramen vor allem wenn man beide Hände voll hat.

    Aber an sich eine echt schöne Idee vor allem wenn ich daran denke das ein Freund vorbei kommen will und man selber sich etwas verspätet ;)

  7. Keine Ahnung was ihr so treibt, bei mir ist BT permanent aktiviert (wäre ja wohl auch sinnlos das Ding jedes mal von hand aktiviern zu müssen wenn ich ins Auto steige), WLan ist auch immer an und trotz telefoniererei und nutzung als Modem reicht mein Akku locker einen Tag.

  8. Diese USA- Schlossmechnik passt nicht in deutsche Türen…
    Baterielose RFID- Transponder / NFC (Near Field Communication) ist dafür viel geeigneter und zuverlässiger !

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