Google Glass: Keine Chance für Apps mit Gesichtserkennung

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Um einer potenziellen Datenschutz-Debatte aus dem Weg zu gehen, will Google keine Glass-Apps zulassen, die über eine Gesichtserkennungsfunktion verfügen. Das gab der Internetriese am gestrigen Samstag via Google+ bekannt. Die Veröffentlichung entsprechender Apps will Google kontrollieren und unterbinden.

„Wie wir bereits seit einigen Jahren betonen, werden wir unseren Produkten keine Gesichtserkennungs-Features hinzufügen, solange dafür kein ausreichend starker Datenschutz zur Verfügung steht“, so die offizielle Aussage des Suchmaschinen-Betreibers auf seiner hauseigenen Social-Media-Plattform Google+. „Entsprechend werden wir zurzeit keine Glassware mit Gesichtserkennung zulassen.“

Im Zuge dessen sei es Entwicklern außerdem nicht gestattet, das Display der Brille zu deaktivieren, solange sich die Kamera im Aufnahme-Modus befinde. So soll sichergestellt werden, dass für jedermann ersichtlich bleibt, ob er oder sie gefilmt wird. Darüber hinaus gelten natürlich auch die aktuellen Zulassungsbeschränkungen für Android-Apps für die zukünftige Glassware.

Für die Entwickler-Version von Google Glass existiert bereits eine App, die Gesichtserkennung ermöglicht. Allerdings unterliegen diese Geräte auch keinen Restriktionen bezüglich Apps. Die Konsumenten-Version wird dies hingegen schon.

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    1. Absolut korrekt!

      Scheint mir ohnehin eine schwierige Debatte, in Zeiten dieser Freizügigkeit was die Intimitäten der Privatsphäre angeht. Erinnere ich mich was Menschen vor 10 Jahren im Internet von sich preisgegeben haben und wie der Stand heute ist, dann ist die Gesichtserkennung mit anschließendem Profilaufruf (inkl. Name, Adresse, Kontaktdaten usw.) die logische Schlussfolge. Technisch ist das schon lange im Einsatz… Flughäfen und diverse Behörden/Organisationen arbeiten schon lange damit.

      Interessant wird es wenn Kameras an Bahnhöfen, Flughäfen, in Zügen, an öffentlichen Plätzen, Cams in mobilen Endgeräten und PCs sowie die Google Glas Cams global ansprechbar sind… über eine Suchmaske könnte man anhand biometrischer Merkmale „googeln“ welche Person sich im Moment wo aufhält.

      Sobald man das Problem mit dem Datenvolumen im Griff hat, zeichnet die Brille dann 24h am Tag das eigene Leben auf. So ne Art Life Protocol. Somit wird jeder Mensch zu einer Überwachungskamera, Augenzeugen-Videos auf verschiedenen Blickwinkeln werden zu Beweismitteln und auch sonst lässt sich viel Quatsch mit diesem Stasi 3.0 Tool anstellen. ;-)

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