Heineken WOBO – Ein Haus aus Bierflaschen [Galerie]

heineken wobo, via gizmodo.co.uk

Flaschendesigns für Bier und Softdrinks werden alle paar Jahre erneuert. Mit WOBO hatte der Bierhersteller Heineken 1960 die sprichwörtlich grüne Idee, seine Flaschen so zu zu gestalten, dass sie weiterverwendet werden können. Und zwar als Bausteine für Häuser in armen Gegenden. 

Die Idee einer Flasche als Ziegelsteinersatz kam dem damaligen Bierbrauer Alfred “Freddy” Heineken, der der Aufassung war, Müll würde die Strände (zu dieser Zeit befand er sich in der Karibik) nicht verschmutzten, würde man seine Materialien in Häuser verbauen. Ihm wurde klar, dass Heineken-Bierflaschen als Bausteine die Grundlage für erschwingliches Wohnen sein könnten. Die Heineken WOBO war geboren.

Darauf entwarf der Architekt John Habraken eine Flasche, die als vernünftiger Ziegel-Ersatz geeignet sein sollte. Die WOBO ließ sich horizontal gelegt aufeinander stapeln und mittels kleiner Mulden rutschfest zusammenlegen. Die Flaschen waren zwar keine perfekte Konstruktion, aber eine Testreihe aus 100.000 Flaschen, so viele wie für zehn Häuser nötig sind, bewies, dass es möglich war, Häuser aus dem weggeworfenen Müll anderer zu bauen.

Vielleicht war die Idee vor 50 Jahren einfach ihrer Zeit voraus, jedenfalls ging die Heineken World Bottle, kurz WOBO, nie in Serie. Vielleicht wäre es nicht gerade die sicherste Methode, ein statisch einwandfreies Haus zu bauen, aber für besonders Bedürftige sicher besser gewesen als nichts. Vorstellbar ist hingegen, dass die WOBO ein gefundenes Fressen für Designer und Künstler wäre.

WOBO - Heineken World Bottle - Bierflaschen als Ziegelsteine

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Heineken WOBO
So dicht lassen sich dich die WOBOs stellen. Der Flaschenhals passt in den Boden.

[via gizmodo.co.uk]

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  1. Gute Idee !
    Besonders für die dritte Welt.
    Die gepunkteten Flächen bieten auch besseren Halt für Verbundmörtel.
    Die quadratische Form verursacht minimale Fugen, und erfordert wesentlich weniger Verbundmörtel.

    Vielleicht haben wir hier einen Baukundigen, der uns Preise für vergleichbar große Ziegelsteine nennen kann, und auch die Dämmwerte für Wärme und Schall ?

    Nebenbei würde eine quadratische Flasche gegenüber runden Flaschen, auch das Transportvolumen der Getränke senken.
    Aber bei quadratischen Flaschen, ist ggf. die Stabilität geringer, was vielleicht dickere Wände erfordert ?

    Ich bevorzuge aber Aludosen: weil leichter mit geringeren Transportkosten, und weniger Masse mit geringeren Energieaufwand für Kühlen ! (Eine 500ml Alu-Dose hat nur ca. 15 Gramm, Glas- Flasche ca. 360 Gram, also ca. das 24- fache an Gewicht)

    Glasflaschenscherben verursachen auch Unfälle und Schäden, besonders wenn frustrierte jugendliche asoziale Vandalen, diese auf den Straßen zerschlagen, um deren Frust zu kompensieren. Dafür müsste es empfindliche Bestrafungen geben…

  2. “Ich bevorzuge aber Aludosen: weil leichter mit geringeren Transportkosten, und weniger Masse mit geringeren Energieaufwand für Kühlen !”

    Dafür mit exorbitant höherem Energieaufwand in der Herstellung.

    1. Da sollte man echte Energiebilanz aufstellen, was tatsächlich mehr Energie frisst (Dose oder Flasche):
      Bei Glasflaschen, u.a.: Energie für Hin- Transport und Rück- Transport und für Kühlung von 24 fachen Gewicht, und auch Energie für sterilisieren von gebrauchten Flaschen. Energie für Scherbenbeseitigung, und Folgen der Unfälle durch Flaschenscherben, usw.
      Zu Erinnerung: (Eine 500ml Alu-Dose hat nur ca. 15 Gramm, Glas- Flasche ca. 360 Gram, also ca. das 24- fache an Gewicht)

      Die meisten Öko- Reformen der grünen Partei sind Schwachsinn, und haben nur den Zweck den Bürgern Milliarden aus der Tasche zu pressen. Zusätzlich bekommen die Grüne so Aktivismusnachweis, um damit neue junge naive Wähler zu rekrutieren, um damit die eigene Macht und Posten zu sichern. Die meisten der Grünen Wähler zahlen aber selbst kaum Steuer, brüllen aber das die Leitungsträger für viele schwachsinnige grüne Reformen Milliarden zahlen.

      Beispiele u.a.: Photovoltaik die auch mit Milliarden- Subventionen Pleite ist, schwachsinnige Mülltrennung in Haushalten die Milliarden mehr kostet, als zentrale automatische Mülltrennung, Abgasplakette die Bürger nötigt in Citys neue Autos zu kaufen (und MwSt. zu zahlen), Flaschenpfand der duch Schwundanteile dem Staat Millonen bringt, uva.
      Dazu sehr viel Energiemehraufwand und volkswirtschaftliche Schäden für solche grüne Reformen…
      Fast immer ist es nur mehr Geld rauspressen, unter Öko- Vorwand !
      Aber das dumme Volk glaubt die Öko- Märchen.

      Meine Lösung: Glasflaschen ganz abschaffen, und nur durch leichte Alu-Dosen ersetzen, auf die maximal 20 Cent Pfand sind. Das reicht als Motivation, damit bedürftige arbeitslose Dosensammler, das Recycling besorgen. Und das ohne Mehraufwand an Kosten und Energie. Und Dosen im Müll filtert zentrale automatische Mülltrennung raus. Und die, die sich an gefährlichen Mehrweg- Glasflaschen und sonstigen Öko-Schwachsinn bereichern, sollen alle eingehen.

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