Bei welcher Versprechung zu Zukunftstechnologien seid ihr am skeptischsten?

zukunftstechnologie jetpack

In den letzten zehn Jahren haben wir gesehen, wie Technologien, die uns seit Ewigkeiten für die Zukunft versprochen wurden, allmählich in der breiten Masse der Bevölkerung untergekommen sind. Das Smartphone? Jep. Der Tablet-Computer? Haben wir. Ebooks? Bilden mittlerweile fast ein Viertel der Umsätze beim Buchverkauf. Dennoch warten wir noch auf viele andere Technologien, die die Generationen vor uns erdacht haben.

Automatische Autos? Die Idee gibt es schon seit 1939 und wird alle zehn Jahre als „das nächste große Ding“ gehandelt. Humanoide Roboter-Butler? Die werden uns schon länger in Aussicht gestellt, als das Wort „Roboter“ in dieser Bedeutung überhaupt existiert. Die vollwertige Mahlzeit in einer Pille? Abgesehen von ein paar Grundlagen aus dem 19. Jahrhundert hat sich auch da irgendwie nicht besonders viel getan.

Klar, wir haben prinzipiell Jetpacks, fliegende Autos und sogar Dinge, die mit Haushaltsrobotern vergleichbar sind, jedoch sind all die alles andere als erschwinglich, längst nicht so ausgereift und – vor allem – nicht so allgegenwärtig, wie man sich das vor 50 Jahren mal vorgestellt hat. Welchen Einfluss hat das also auf unsere heutigen Vorhersagen? Wenn es um Computer in der Kleidung, fahrerlose Autos oder auch Urlaub im Weltraum geht, so wäre es doch schön, wenn all dies noch innerhalb unserer Lebenszeit wahr würde, oder?

Aber was denkt ihr, welche garantiert bald auf den Markt kommende, unser aller Leben verändernde Erfindung lässt euch die Augen am ehesten verdrehen? Gibt es für euch eine Technologie der Zukunft analog zu der Frage „Wo ist mein Jetpack?“ im Jahr 2063? [Gizmodo.com]

Bild: USGS

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  1. Ich spreche hier ausschließlich über bereits technisch mögliche Errungenschaften, die sich lohnen würden, die es aber aus den zu nennenden Gründen in den nächsten Jahrzehnten nicht geben wird:
    1. Übergang von Atomkraft/Braunkohle/Erdgaskraftwerken zu hocheffizenter regenerativer Energiegewinnung für Haushalte (Solarpanele, Windkraft etc. mit hoher Energieeffizienz und vernünftigen Anschaffungskosten).
    Wird in den nächsten 20 Jahren nicht passieren WEIL die großen Stromanbieter wie Vattenfall, RWE, EON etc. so lange wie möglich durch ihre Lobbyisten die Forschung/Industrie/Politik mit Millionen und Milliarden von Euros zuknallen werden um das zu verhindern und die aktuelle Bundesregierung nur zu gern die Hand aufhält.
    2. Möbel, Kleidung, Elektronik, allgemein alle Arten von Gebrauchsgegenständen und Artikeln, die nicht küntlich in ihrer Lebensdauer verkürzt sondern verlängert sind / die einfach und komplett zu recyclen oder vollständig ökologisch abbaubar sind.
    Wird es in den nächsten 20 Jahren nicht geben, WEIL dadurch die Steigerung der Gewinnmargen der produzierenden und verwertenden Industrie stagnieren würde. (Achtung: Ich spreche nicht davon, dass die Konzerne nicht mehr ausreichend Geld verdienen würden um “gesund” wirtschaften zu können. Ich meine die Reduzierung der ständigen Gewinnsteigerung!)
    3. Effizient stromsparende Elektronik- und Elektro-Artikel aller Art für Konsumenten – vom Auto über die Glühbirne bis zum Toaster.
    Wird es in den nächsten 20 Jahren nicht geben WEIL: siehe Punkt 1 und tausche die Namen der Marktführer aus
    4. Preiswerte oder ordentlich subventionierte, von der Pharmazie auf optimale, umfassende und möglichst unschädliche Wirkung getrimmte Arzneien (insbesondere auch für sog. “seltene” Krankheiten).
    Wird es in den nächsten 20 Jahren nicht geben WEIL: siehe Punkt 1 und tausche die Namen der Marktführer aus.
    Die Liste könnte noch ziemlich lange so weitergehen, aber andere haben sicher auch noch etwas hinzuzufügen. Abschließend kann ich nur sagen: Man muss hoffen und daran mitwirken, dass aus den prognostizierten 20 Jahren Elend und Stagnation höchstens 5-10 Jahre Übergangszeit werden.

    1. Da muss ich dir total Recht geben. Leider sind heutzutage Gewinne wichtiger als Innovationen. Und am allerschlimmsten ist, dass die Gewinnsteigerung über allem steht. Wer dieses Jahr ein paar Tausend Mitarbeiter rauswirft, spart zwar erstmal Ausgaben. Aber Überraschung – im nächsten Jahr kann man das nicht nochmals machen und der Gewinn sinkt. Also müssen die Kunden mehr kaufen, das machen sie nur, wenn ihre vorhandenen Geräte schneller kaputt gehen.
      Ich denke auch, dass Produkte wie Elektronik, Medizin und vor allem Wege zur Energiegewinnung längst viel innovativer sein könnten, wenn man (Konzerne, Politik) nur wollte. Noch will ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass es noch Unternehmen gibt, die das anders sehen.

      Zur Ausgangsfrage: Die Idee des selbstfahrenden Autos finde ich sehr spannend und die Entwicklungen bei Google und einigen Automobilkonzernen recht beeindruckend. Aber bis zur Serienreife werden da wohl noch einige Jahre ins Land gehen. Vielleicht haben wir das Glück, es noch zu erleben.

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