Ein neuer Maßstab für Musik-Charts: Der Engagement Quotient

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Als Pink Floyd 1973 ihr Album 'Dark Side of the Moon' veröffentlichten, war alles noch einfach. Man ging in den Plattenladen und erwarb eine LP, die Zeitschrift 'Billboard' ermittelte aus den Verkaufszahlen dann ihre berühmten Charts. Sagenhafte 773 Wochen blieb das legendäre Album von Pink Floyd ununterbrochen in den Billboard Top 200.

Heute ist nicht nur das Musikgeschäft schnelllebiger, auch die Konsumwege von Musik haben sich verändert. Verkäufe von Platten, CDs und Downloads geben kaum mehr zuverlässig Auskunft über die Beliebtheit von Musik. Die Werke von Pink Floyd & Co. können nun auch über Streaming-Dienste angehört werden.

Auch Billboard hat die Zeichen der Zeit erkannt und lässt die Daten von Streaming-Dienste seit letztem Jahr in seine Top 100 Charts einfließen. Der Streaming-Dienst Slacker Radio geht jetzt jedoch einen Schritt weiter: sein neuer ‘Engagement Quotient’ (EQ) misst nicht nur, was, sondern auch wie es gehört wird.

Hier einige der Daten, die Slacker Radio in die Ermittlung seines EQ einfließen lässt:

Starts: wie oft wurde ein Song bei Slacker gestartet?

Completes: wie oft wurde der Song auch komplett abgespielt?

Hearts: wie oft hat ein User einem Song ein Herz gegeben, um anzuzeigen, dass er ihn öfter hören will?

Shares: wie oft wurde ein Song auf Facebook, Twitter und Co. geteilt?

Skips: wie oft wurde innerhalb eines Songs weitergesprungen?

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Naturgemäß weichen die Ergebnisse, die Slacker Radio in seinen Top 40-Charts präsentiert, von den offiziellen Billboard-Charts ab. ‘Can’t hold us’ von Macklemore & Ryan Lewis führt die Billboard-Charts an, landet bei Slacker aber nur auf Platz 12. Und die aktuelle Nummer 3 der Billboard-Charts, die neue Single von Daft Punk, fehlt bei Slacker ganz. Warum? Nun, Slacker hat den Song schlichtweg nicht im Angebot.

Welchen Sinn machen die neuen Slacker-Charts dann? Zunächst sind Charts generell ein Maßstab für die Musikindustrie, um zu entscheiden, in welche Künstler sie investiert. Mit den neuen Charts haben möglicherweise auch unbekanntere Band Chancen, höhere Ränge zu erklimmen. Und nicht zuletzt regt Slackers Engagement-Quotient dazu an, über die Messbarkeit des Erfolgs von Musik ganz neu nachzudenken.

[via gizmodo.com]

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