Der kleinste im Bunde: LG Optimus L3 II getestet

LG Optimus L3 II, Gizrank

Das LG Optimus L3 II ist das kleinste der neuen Generation der L-Serie. Nach dem L5 II und L7 II muss sich nun auch der ungewöhnlich pummelige Mini dem Test stellen. Lohnt sich das 99 Euro-Smartphone und kann es überhaupt mithalten? All das hier im Test.

Das Display: Klein! Aber Fein?

Genauso klein wie der Preis ist auch die Größe des Optimus L3 II. Auf gerade einmal 3,2 Zoll zeigt sich das 100 Euro-Gerät. Ganz wie zum Trotz gegen den Trend der immer größer werdenden Displays, bietet LG diesen Smartphone-Embryo an. Auf dem für die Touch-Bedienung gerade noch ausreichend großem Bildschirm mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel sieht man mit bloßem Auge gleich mehr Stufen als im Inneren der Freiheitsstatue.

Spaß beiseite, tatsächlich ist die Bildschirmdarstellung einfach nicht mehr zeitgemäß. Dennoch lässt sich Android (4.1.2 Jelly Bean) ganz vernünftig auf dem Optimus L3 II bedienen. der 1 GHz-Prozessor arbeitet zuverlässig, hat aber mit schnellem Scrolling oder Wechseln auf dem Homescreen zu kämpfen. Auch die Helligkeit des Displays verdient nicht unbedingt eine Goldmedaille. Es zeigt sich im Vergleich zu den anderen Smartphones der Serie am dunkelsten und wirkt recht blaustichig. Etwas heller ist das teuerste Modell Optimus L7 II, dessen Bildschirm zwar keinen Blau-, dafür aber einen Rotstich hat. Optimal war die Darstellung nur beim Optimus L5 II, das nicht nur in Sachen Helligkeit, sondern auch mit klarem Weiß trumpfen konnte.

Richtig problematisch zeigen sich die 3,2 Zoll erst bei der Texteingabe: Die Tasten des Keyboards sind derart klein geraten, dass ein fehlerfreies Tippen kaum möglich ist. Eine Spracheingabe als Alternative gibt es für Nachrichten leider nicht – da zieht nicht einmal mehr das “für zierliche Hände”-Argument.

Optimus L3 II L5 II L7 II

Die zweite Generation der L-Serie im Vergleich – Unten: L3 II, Links: L5 II, Rechts: L7 II.

 

Optimus L3 II: Sprichwörtlich solide

Mit 1,2 mm Höhe ist das L3 II wahrlich ein kleines Moppelchen. Es liegt gut in der Hand, kann aber nicht mit dem Komfort des L5 II mithalten. Das schlichte Gehäuse ist aus glattem Kunststoff, der keinen besonders guten Halt in den Händen findet. Trotzdem ist das Gerät gut verbaut und macht – rein optisch – keinen minderwertigen Eindruck. Auf der Rückseite befindet sich die 3,2 Megapixel-Kamera, die lediglich für Schnappschüsse reicht. Außerdem kann sie von keinem Blitzlicht profitieren. Dieses wurde zugunsten des Preises wegrationalisiert. Schön ist wieder die Option, Fotos mittels Sprachauslöser zu knipsen. Einfach “Cheese” sagen, schon ist das Bild im Kasten.

Ein weiteres Feature, welches dem Optimus L3 II im Gegensatz zu seinen Brüdern fehlt, ist die Quick-Start-Taste an der Seite, die sich beliebig besetzen lässt. Der Power-Schalter wanderte an den oberen Rand. Mit 1.500 mAh ist der Akku in Ordnung.

 

Fazit

Das Optimus L3 II verrichtet seine Aufgaben angemessen. Es befriedigt die grundlegendsten Bedürfnisse, die man gegenüber einem Smartphone aufbauen kann. Mehr aber leider nicht. Gerade das Schreiben erweist sich oftmals als Geduldsprobe, da viele Korrekturen vorgenommen werden müssen. Zwar kann der Preis von gerade einmal 99 Euro als Gegenargument für jeden Mangel oder jede negative Eigenschaft herhalten, wer allerdings wenigstens ein bisschen Spaß mit seinem Gerät haben möchte, sollte vielleicht ein paar Zehner mehr ausgeben und zum deutlich besseren L5 II greifen.

 

Auf einen Blick

+ Preis
+ Austauschbarer Akku
+ Speicher erweiterbar

– Dunkles Display
– Fummelige Tastatur
– Kein Blitz
– Geringe Auflösung

 gizrank 30 Sterne

Hier findet ihr die Tests zum Optimus L 5 II, dem L7 II und dem L9.

Spezifikationen

Maße: 102 x 61 x 12 mm
Gewicht: 107 g
Display: 3,2 Zoll
Auflösung: 240 x 320 Pixel
Prozessor: 1 GHz
Betriebssystem: Android 4.1.2 Jelly Bean
Speicher: 1,7 GB (erweiterbar mit microSD)
Akku: 1.500 mAh
Preis: 99 Euro

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