Hands-On: Nvidia Shield auf der E3 [Video]

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Wir haben das Nvidia Shield auf der E3 in Los Angeles in einem ersten Hands-On unter die Lupe genommen und waren vom Antesten sichtlich beeindruckt. Außerdem haben wir in einem Video einen Produktmanager von Nvidia zu Wort kommen lassen.

Nvidia Shield ist die derzeit wohl ambitionierteste mobile Spielekonsole auf Android-Basis und mit 350 Dollar vielleicht auch die teuerste. Für das Geld wird allerdings auch so einiges geboten. Allein die Hardware lässt Kenner mit der Zunge schnalzen: 5 Zoll Touchscreen mit 1.280 mal 720 Pixel Auflösung, Quad-Core Tegra 4-Prozessor mit 72-kerniger NVIDIA GeForce GPU, 2 GByte RAM und 16 GByte erweiterbarer Speicher. Dazu kommt das Nvidia Shield mit allen üblichen drahtlosen Verbindungsoptionen, lediglich auf ein 3G-Modul wurde aus naheliegenden Gründen verzichtet.

Eine Besonderheit die wir Nvidia hoch anrechnen: Als OS kommt ein kaum angepasstes Android 4.2 zum Einsatz. Dies hilft nicht nur die Performance flott zu halten, sondern sorgt hoffentlich auch für schnelle Update-Zyklen. Das Äußere des Nvidia Shield erinnert stark an einen Xbox-Controller mit aufklappbarem Display. Die Haptik ist außergewöhnlich gut! Die zwei Analogsticks besitzen einen angenehm festen Widerstand, genauso wie die Knöpfe. Sofort fühlten wir uns beim Spielen wie zu Hause an der „erwachsenen“ Konsole.

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Auch die Grafik erinnerte an Current-Gen-Konsolen. Wir testeten die für den Tegra 4 optimierten Games Deadtrigger 2 und Riptide 2 und waren schwer beeindruckt! Beim Zombie-Egoshooter Deadtrigger 2 spiegelt sich die Umgebung realistisch in Pfützen, Schatten werden korrekt dargestellt, Lens-Flare-Effekte begleiten den Blick in die Sonne und feine Grashalme wiegen sich im Wind. Dazu wirklich schöne Texturen und wirklich hässliche Zombies die von ihren Qualen erlöst werden wollen. Zum Gameplay kann auf Grund der Kürze des Anspielens nichts Aussagekräftiges gesagt werden. Die Grafik allerdings ist top! Das Game könnte so auch glatt als PS3 oder Xbox-360-Spiel durchgehen. Ähnliches gilt für Riptide 2. Besonders das Wasser mit seiner realistischen Wellenbewegung und den glaubwürdigen Reflexionen hat es uns angetan.

Insgesamt kann das Nvidia Shield beeindrucken. Es wurde für Gamer optimiert und vergisst dennoch seine Android-Wurzeln nicht. Lediglich beim stolzen Preis von 350 Dollar werden einige Schlucken. Immerhin bekommt man gegen Ende des Jahres für gerade einmal 50 Dollar mehr auch ein Playstation 4. Trotzdem: Wer Android-Games mit optimaler Performance und hervorragendem Controller unterwegs zocken will sollte sich das Nvidia Shield genauer anschauen. Auch weil auf Grund des Touchscreens im Gegensatz zu einer Ouya auch Spiele funktionieren, die nicht an die Controller-Steuerung angepasst wurden. Wir zumindest freuen uns schon auf unser Testgerät!

Im folgenden Video seht ihr Andrew Edelsten, Tegra DevTech Manager und das Nvidia Shild im Einsatz. Sorry für die Unschärfe am Anfang des Videos. Das Video läuft nur mit ausgeschaltetem Adblocker.

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