Lebensnah: Roboter-Rabe täuscht lebendige Artgenossen

Robo Raven

Versuche, mit einem Roboter den Vogelflug imitieren, gibt es schon seit Jahren, aber bislang gelang nur eine sehr grobe Imitation. Vögel können ihre Flügel unabhängig voneinander bewegen. Jetzt hat ein Team des Maryland Robotics Centers den Robo Raven entwickelt. Der mechanische Rabe bewegt sich so naturgetreu, dass echte Vögel voll darauf hereinfallen.

Die Roboterkrähe wurde mit Geldern des U.S. Army Research Laboratory entwickelt und ist ungefähr 60 cm lang. Ihre Hohlknochen sind aus 3D-gedruckten Kunststoffen entstanden. Dazu kommt Schaumstoff, karbonfaserverstärkte Kunststoffe
sowie eine Folie aus Mylar, mit der die Flügel und der Schwanz überzogen wurden. Dr. Gupta, ein Maschinenbau-Professor am UMD arbeitet seit 2007 an den Prototypen. Die Entwicklungszeit dauerte nicht nur so lange, weil einige Flieger abstürzten sondern weil einige auch von Raubvögeln attackiert wurden.

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Der Roboter-Rabe zieht das Interesse von echten Vögeln an, so John Gerdes, ein Ingenieur, der auf dem Militärforschungsgelände Aberdeen Proving Ground arbeitet. Falken und Habichte greifen den Roboter mit ihren Klauen an und fliegen dann typischerweise weiter. Andere Vögel wie Möven bilden hingegen eine Flugformation hinter dem Gerät.

Die Attacken werden von den Robo-Raben durch seine unheimlich lebensnahmen Flatterbewegungen provoziert. Bislang hatten alle Roboterflieger Flügel, die sich gleichartig bewegten. Bei dem neuen Vieh lassen sie sich unabhängig voneinander bewegen. Dadurch kann der Roboter Flugmanöver wie Rollen und Stürze durchführen.

[Via Military, Live Science, gizmodo.com Bild: UMD]

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  1. Habe schon mehrmals gesehen, dass Wissenschaftler versucht haben technisch den Vogelflug zu immitieren.
    Aber diese Fotos sehen echt spannend aus. Ich denke, die Faszination des fliegens wird wohl nie ganz verstummen… ;) Dass der Vogel sich lebensnah in der Luft bewegen kann, ist ein wirklicher Fortschritt. Bin gespannt wie das weitergeht.

  2. Will ja nicht meckern, aber dass ein Fluggerät von Vögeln attackiert wird, ist kein Beweis für naturgetreue Bewegung. Seeeehr viele Modellflieger, die nun wirklich nicht nach Vogel aussehen, werden angegriffen. Da liegt keine Verwechselung vor – die Tiere nehmen einfach nur einen Eindringling wahr und wollen ihn da weg haben ;)
    Hinsichtlich der unabhängigen Bewegung der Flügel ist das natürlich schon mal ein Fortschritt. Aber: Das soll SO schwer gewesen sein? 6 Jahre? Hm…. Naja, da das vom Militär finanziert wird, sollen die ruhig mal weitermachen. Die Kosten für das Teil können (zumindest mittelfristig) nicht für reale Waffen ausgegeben werden. Wahrscheinlich ein NSA-Auftrag zur Entwicklung von Überwachungsdrohnen, die mit bloßem Auge nicht erkannt werden können. HA!

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