Bloomberg-Bericht: PRISM-Skandal ist nur die Spitze des Eisbergs

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Bloomberg berichtet, dass der NSA-Skandal und PRISM nur ein kleiner Kratzer an der Oberfläche des Ganzen sind. Die Nachrichtenagentur zitiert in ihrem Bericht „vier Leute, denen die Prozesse bekannt sind“, dass tatsächlich tausende Firmen aus Technologie, Finanzen und Produktion mit der NSA zusammenarbeiten. Vorsicht, das ist harter Tobak.

Als Lohn für die Bereitstellung „sensibler Informationen“, so Bloomberg, erhalten diese Firmen angeblich Gegenleistungen „inklusive Zugriff auf Geheimdienstinformationen“. Die Nachrichtenagentur erklärt weiter, dass die Internet- und Telekomunternehmen nicht nur die Details der privaten Kommunikation ihrer Kunden ausgehändigt habe, sondern auch Details wie Equipmentinformationen.

Auch wenn keine Liste der beteiligten Firmen veröffentlicht wurde, so heißt es in dem Artikel doch, dass „Hersteller von Hard- und Software, Banken, Internet-Security-Anbieter, Satellitentelekommunikationsanbeter und viele weitere Firmen“ alle an Regierungsprogrammen teilnehmen, um Daten weiterzugeben. Weiter heißt es, die Daten würden oft genutzt, um das Land zu verteidigen, aber auch andere anzugreifen.

So erläutert der Artikel zum Beispiel, wie Microsoft Regierungsagenturen unterrichtet, wenn es Bugfixes gibt – zwei Quellen berichten, dass diese Nachrichten genutzt werden, um Verwundbarkeiten in Software zu nutzen, die an andere Regierungen verkauft wird. Es gibt aber noch viele weitere Beispiele in dem Bloomberg-Bericht.

Die Kernaussage des Ganzen? Die Datenweitergabe durch große Firmen – nicht nur durch PRISM – ist in vollem Gange und nicht aufzuhalten. Auch wenn das per se erstmal nicht schlecht sein muss – immerhin hilft es, die Sicherheit und Souveränität der USA und potenziell weiterer beteiligter Staaten zu sichern – so ist es doch ziemlich erschütternd zu sehen, mit welcher Leichtigkeit man ausspioniert wird, von wem auch immer – und Bloomberg ist nicht gerade eine unseriöse Quelle.[Bloomberg, via Gizmodo.com]

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  1. „Die Datenweitergabe durch große Firmen – nicht nur durch PRISM – ist in vollem Gange und nicht aufzuhalten. Auch wenn das per se erstmal nicht schlecht sein muss – immerhin hilft es, die Sicherheit und Souveränität der USA und potenziell weiterer beteiligter Staaten zu sichern“

    SIND SIE LIEBER AUTOR DENN EIGENTLICH NOCH BEI SINNEN??? „Auch wenn das per se erstmal nicht schlecht sein muss“ ABGESEHEN, DASS ZIGFACH GESETZE UND PERSÖNLICHKEITSRECHTE VERLETZT WERDEN – DATENSCHUTZ IST EIN PERSÖNLICHKEITSRECHT! DAS DARF AUCH NICHT AUF DEM ALTAR DER SOG. STAATSVERTEIDIGUNG GEOPFERT WERDEN!

  2. „nur die Spitze des Eisberges“

    Hahahaha DANKE das war grade die erheiterung die ich brauchte :D

    Bleibt nur die Frage welche der vielen Spitzen PRISM nun ist :D

    Wenn ih mir den Eisberg so ansehe …. Wow fat wie ein Igel ^^

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