Google will weltweites Internet mit Ballons bereitstellen [Video]

google project loon bild von Wired

Wenn man durch die weite Wüste wandert oder einen Berg erklimmt, sich selbst am Südpol, auf einer abgelegenen Farm oder sonst irgendwie im Nirgendwo wiederfindet, was ist dann? Genau, ihr habt kein Internet! Allerdings berichtet Wired, dass Google das ändern möchte, indem dort Ballons in den Himmel geschickt und so der ganzen Welt drahtlosen Internetzugriff gegeben werden soll. Was zum…?!

Natürlich kann wieder nur Google von so etwas hanebüchendem und radikalem träumen, wie den Himmel mit Ballons in 20000 Metern Höhe zuzupflastern, so dass die ganze Welt Internetzugriff hat. Es ist etwas direkt aus den Meetings über die Zukunft, etwas, das seine Wurzeln in Unterhaltungen zwischen klugen Köpfen hat, die einfach nur fragen „Warum nicht?“ – etwas, das selbst Google für so verrückt hält, dass es dem Ganzen den Namen „Project Loon“ gegeben hat.

Doch was ist dieses Project Loon genau? Ach, eigentlich nur ein Plan, tausende von Hockdruckballons um die Erde kreisen zu lassen und Milliarden von Menschen einen Internetzugang zu geben. Es ist Teil des berühmten Google X Lab, welches der Welt auch schon Google Glass und selbstfahrende Autos bringt. Wired berichtet:

„Es ist ein kühner Vorschlag und heute in Christchurch hält Google eine Pressekonferenz zusammen mit Neuseelands Premierminister, um es formal vorzustellen. Google wird auch Project Loons bisher größte Herausforderung veranstalten: 50 Tester in Christchurch innerhalb des 12-Meilen-Bereichs der Ballons werden schauen, ob sie über den Himmel angeschlossen werden können.“

Und wie zum Geier will Google die Internet-verteilenden Ballons steuern? Mit variablem Auftrieb, wie es scheint. Das bedeutet also Steuerung durch Veränderung der Flughöhe, um wünschenswerte Windströmungen zu finden. Für mich klingt das nach einem Ratespiel, doch Google besteht darauf, dass es besser als das ist. Man will die Ballons auf natürliche Weise treiben lassen, aber wird sie höher oder niedriger fliegen lassen, um Winde in der gewünschten Richtung mitzunehmen. Die Ballons werden von Winden in der doppelten Flughöhe von Passagierflugzeugen getragen werden und „Internet mit der gleichen Geschwindigkeit wie 3G-Netze oder schneller“ bereitstellen.

Lest den ganzen Bericht über die momentanen Tests der Google-Internet-Ballons bei Wired. Mehr über das Project Loon selbst gibt es bei Google, und welches scheinbar unlösbare Problem mit der Zukunft Google angehen will seht ihr im Video hier unten. [Project Loon, Wired, via Gizmodo.com]

Bild: Wired

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  1. super! Noch’n Ding, das am Himmel rumfliegt und wo Flugzeuge gegenballern können, wenn es sich unplanmäßig vertikal bewegt.

  2. Du kannst damit Recht haben, dass es vor allem Marketingzwecke hat und es nie zu so einem Ballon-Prinzip kommen wird. Dennoch unterschätzt du die Technik, denke ich. Allein schon zu deinem Kommentar “nachts bleibt das Internet also aus?” vergisst du einfach, dass Energie gespeichert werden kann. Höhenkontrolle könnte ebenfalls durch heiße Luft kontrolliert werden, wie das bei Heißluftballons gemacht wird. Und so weiter und so weiter. Kritisch denken ist sicher nicht falsch, allerdings denke ich, dass es hier durchaus technisch möglich ist. Wenn das Projekt scheitert, dann sicher eher an Geld oder irgendwelchen Genehmigungen, die man nicht kriegt.

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