Laser-Technologie sei Dank: Archäologen finden in Kambodscha verborgene Tempel-Stadt

lostcity

Die heutige Archäologie verlässt sich nicht mehr nur auf Schaufel und Pinsel. Stattdessen setzt sie moderne Technologien ein, um Areale zu erkunden und Gebiete zu kartographieren. Eine davon ist das Luft-Laser-System Lidar, mit dessen Hilfe australische Archäologen kürzlich eine versunkene Stadt in Kambodscha zu Tage brachten.

Lidar sendet Laserstrahlen aus der Luft zum Boden und erstellt anhand der Dauer der Reflektion topographische Karten. So entdeckten australische Archäologen die versunkene Stadt Mahendraparvata im Nordwesten Kambodschas – ganz in der Nähe von Angkor Wat, dem bekannten Hindu-Tempel und Wahrzeichen des Landes. Mit GPS-Geräten und Dschungel-Kundigen machten sie sich auf, die Stadt zu erkunden: Sie fanden Tempel und Grabstätten, die sogar einige hundert Jahre älter zu sein scheinen als Angkor Wat.

„Mit Lidar war es so: Bäng! Auf einmal sahen wir ein Bild einer gesamten Stadt, von der niemand wusste, dass sie existiert“, so Damian Evans vom archäologischen Zentrum der Universität von Sydney in Kambodscha. „Das ist absolut bemerkenswert.“

Jetzt gilt es für die Archäologen, die Geheimnisse der Stadt auszubuddeln – im wahrsten Sinne des Wortes, denn Mahendraparvata ist vom Urwald verschluckt. Dafür bedienen sie sich wohl traditioneller Werkzeuge: Schaufel und Pinsel.

[The Age via Gizmodo.com]

Tags :
  1. “Lidar sendet Laserstrahlen aus der Luft zum Boden und erstellt anhand der Dauer der Reflektion topographische Karten.”
    Interessant. Was soll denn bitte eine “Dauer der Reflektion” sein?
    Bonusfrage: Was soll denn bitte eine “Reflektion” sein?

    1. Also, ich gebe ja gelegentlich auch gern den Grammar-Nazi, doch diese Aussagen sind zwar stark verkürzend, aber korrekt, wenn auch nicht in einem wissenschaftlichen Sinne.

      Lidar nutzt (nicht nur, aber auch) das von erfassten Objekten zurückgeworfene Streulicht und berechnet ein 3D-Modell der Umgebung anhand der Signallaufzeit. Es ist sozusagen dasselbe Verfahren wie Radar, nur werden elektromagnetische Wellen eines anderen Frequenzbereichs genutzt.

      1. “doch diese Aussagen sind zwar stark verkürzend, aber korrekt”
        Sind sie?
        “Lidar nutzt (nicht nur, aber auch) das von erfassten Objekten zurückgeworfene Streulicht und berechnet ein 3D-Modell der Umgebung anhand der Signallaufzeit.”
        Nun, erstens gibt es keine RefleKTionen. Und zweitens sagt “Dauer der Reflexion” etwas völlig anderes aus als Laufzeit.

      1. Genau das bezeichnet man als LAUFZEIT. Und zwar nicht die der RefleXion, sondern die des Signals vom Sender zum Reflektor und zurück zum Empfänger. Der hier völlig falsch verwendete Begriff “Dauer” deutet eher auf die Breite des Pulses hin. Der wird sich aber hier nicht nennenswert verformen.

    2. Wer etwas von Physik versteht, weiss, was gemeint ist… Ich als Handwerker muss hier mal anmerken, dass so besserwisserische Klugscheißer vielleicht einfach mal die Schnauze halten sollten…

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising