Studie belegt: Legofiguren sind nicht mehr so glücklich wie vor 25 Jahren

legofiguren

Christoph Bartneck, ein Wissenschaftler aus Neuseeland, erkannte jetzt das beinahe Offensichtliche: Die Legofiguren heutzutage sind nicht mehr so glücklich wie noch vor gut 25 Jahren. Damals waren die Emotionen der kleinen gelben Köpfchen noch auf ein belangloses, aber glückliches Lächeln beschränkt. Kein Zweifel trübte ihre Stimmung und kein Ärger war in ihren kleinen schwarzen Kulleraugen und dem halbmondförmigen Mund zu erkennen.

Die Entstehung der verschiedenen Gesichtsausdrücke hängt mit der Weiterentwicklung der Bausteine zusammen. Früher dienten die Figuren noch als gleichgestelltes Baumaterial wie Bäume oder Türen in der kleinen Plastikwelt. Mit er Erweiterung des Sortiments um Videogames, Filme und Fanspielzeug wie Lego Star Wars oder Harry Potter mussten auch die Gesichter der Charaktäre an das personalisierte Spielzeug angepasst werden.

Bartneck fand heraus, dass aktuell nur ein Gesichtsausdruck von insgesamt sechs die Bezeichung “glücklich” trägt. Die anderen Emotionen lauten “Angst”, “Ärger”, “Sorge”, “Selbstvertrauen” und “Verachtung”. Und deshalb kam der Wissenschaftler der Universität von Canterbury auch zu dem Schluss, dass Legofiguren nicht mehr glücklich sind. Hinter fünf der sechs Emotionen steht heutzutage stattdessen eine grundlegende aggressive Ausstrahlung. Und während sich Kinder in der Vergangenheit noch jede Gefühlslage über die eigene Fantasie selbst aussuchen konnten, bleibt ihnen jetzt nur noch eine Auswahl von sechs verschiedenen Gesichtern. Naja, im Endeffekt wird aber eben jene kindliche Fantasie trotzdem den Rest dazu geben und dann heißt es beim Spielen wie schon vor 25 Jahren wieder: “Ich werd’ dich abknallen!”

So sehen die verschiedenen Gesichter laut Christoph Bartneck aus:
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(Bildmaterial University of Canterbury, Christoph Bartneck)

[via Gizmodo.com]

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  1. Ich finde diesen Beitrag total witzig. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, über Lego Gesichter eineStudio anzulegen – wirklich sehr interessant. Mit Lego verbinde ich sehr viele Kindheitserinnerungen mit meinen Geschwistern. Hätten Figuren gehabt, die so böse schauen, wäre mir das in Erinnerung geblieben und zwar negativ. Selbst als Erwachsenem wird einem sofort klar, dass hier etwas nicht stimmt. Bis auf den Happiness (finde ich aber auch etwas zu grinsend) machen einem die anderen Gesichtsausdrücke ja eher Angst. Aber irgendwie passt es ja auch zu unserer Gesellschaft, dass nur einer von sechs einen glücklichen Gesichtsausdruck trägt – alle sind immer nur am meckern :-)…

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