Vollgeladen in 90 Sekunden: Tesla plant Batteriewechsel-Stationen für seine Elektroautos

(Bild: Tesla)

Wegen langer Ladezeiten und hoher Verkaufspreise stehen Elektroautos noch weitestgehend in der Ungunst der Verbraucher. Der US-amerikanische Elektromobil-Hersteller Tesla Motors will zumindest an ersterem Nachteil etwas ändern – mit einem Projekt, an dem bereits ein israelisches Unternehmen gescheitert ist: Wechselstation, an denen Akkus einfach ausgetauscht werden.

Auf einer Inhouse-Präsentation stellte Tesla-Chef Elon Musk das neue System vor. Demnach dauere der Wechselprozess lediglich 90 Sekunden. 90 Sekunden, in denen der Fahrer einfach in seinem Auto sitzen bleibe – die Station erledige alles automatisch. Die ersten Wechsel-„Tankstellen“ will Tesla zwischen Los Angeles und San Francisco in Betrieb nehmen – am Interstate 50, wo die meisten Elektroautos des Herstellers unterwegs seien. Eine Station soll rund 500.000 US-Dollar kosten (ca. 381.000 Euro) und über 50 Wechsel-Akkus verfügen. Ein Wechsel kostet voraussichtlich zwischen 60 und 80 US-Dollar.

Nach dem Batteriewechsel stehe es dem Kunden frei, seine Batterie auf dem Rückweg zurück zu bringen. Oder aber sich den Wertunterschied von alter und neuer Batterie in Rechnung stellen zu lassen.

Im Mai dieses Jahres kündigte Tesla bereits die ersten Elektroautos mit Akkutausch-Funktion an. Im selben Monat gab auch das israelische Unternehmen Better Place seine Insolvenz bekannt. Es scheiterte an dem Plan, ein Netz von Wechselstationen für den Autohersteller Renault-Nissan aufzubauen.

Im Folgenden das Video der Präsentation:

[Engadget, Spiegel Online]

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  1. Tesla ist der absolute Vorreiter, was Elektrofahrzeuge betrifft. Sie haben ja bereits die Akkus mit der größten Reichweite entwickelt. Das ist jetzt der nächste Schritt in Richtung Zukunft. Von Tesla werden wir in den nächsten Jahren noch häufiger hören. Das können sich die großen Automobilhersteller eine Scheibe abschneiden.

  2. Auto vollgeladen einfach betrachtet schon richtig so. Finde das System gut für “Notladungen”, würde aber ansonsten trotzdem zu Hause laden. So hab ich die Kontrolle aus welchen Ressourcen mein Strom kommt.

  3. Schwachsinnige Technologie! Und zwar komplett die Elektroautos.
    Jeder glaubt, dass es grüner ist den Strom dafür aus Atomkraftwerke zu beziehen. Umweltfreundlich ist meiner Meinung nach nur diese noch hässlichen Druckluftautos.
    Alles andere macht bloß durch den Grünen Gedanken etwas besser, die Tatsache sieht anders aus!

    1. Also ich gehöre nicht zu “Jeder”. Und die Sache mit dem Strombezug versuchte ich im vorherigen Post schon anzudeuten, undzwar das ich durch eigene Wahl des Stromlieferanten beeinflussen kann wie “öko” mein Auto wirklich fährt.

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