Im 2. Weltkrieg sollte diese Micky Maus-Gasmaske weniger unheimlich sein

Micky Maus-Gasmaske

Manchmal ist es für Eltern der bessere Weg, ihren Kindern unangenehme Themen kinderfreundlich nahe zu bringen. Während des Zweiten Weltkriegs war eine Gasmaske in Form eines Micky Maus-Gesichts einer dieser denkwürdigen Versuche. Im Nachhinein betrachtet, eigentlich eine ziemlich unheimliche Sache und bestimmt Grundlage so mancher Horrorfilme.

1942, etwa einen Monat nach dem Angriff auf Pearl Horbor fürchtete Amerika bevorstehende Angriffe mit Chemiewaffen. Dies zum Anlass, verteilte die Regierung tausende Gasmasken unter der Bevölkerung.  Den kleinsten Amerikanern boten sie nicht nur ob der unpassenden Größe und des Gewichts kaum Schutz vor gefährlichen Gasen, mal ehrlich, sie sehen auch ziemlich unheimlich aus. Aber irgendwie musste man immerhin den amerikanischen Nachwuchs schützen.

Mit Disneys Billigung produzierte die Sun Rubber Company 1943 1.000 dieser gruseligen Masken. Das Unternehmen sollte noch andere Cartoon-Charaktere der Micky Maus-Gasmaske folgen lassen, dazu kam es aber nie.

Während Kinder der Micky Maus-Gasmaske vielleicht etwas mehr abgewinnen konnten, war das WWII-Gadget für Mom und Dad vermutlich um einiges unheimlicher. Um das Anlegen der Gasmaske den Rackern näher zu bringen, wurde empfohlen, es in eine Art Spiel zu integrieren. So mancher Horrorfilm unserer Zeit, in dem Kinder seltsame Masken tragen, mag womöglich auf diesem Utensil beruhen.

 

Micky Maus-Gasmakse

Die Micky Maus-Gasmaske erinnert an Filme wie „Das Waisenhaus“.

Heute existieren nicht mehr viele Micky Maus-Gasmasken. Ein Exemplar ist beispielsweise im Besitz des U.S. Army Chemical Museum in Ft. McClellan, Alabama, ein Weiteres wird 45th Infantry Division Museum in Oklahoma und ein anderer Prototyp befindet sich in den Disney Archiven.

[via gizmodo.com]

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