Lasergeschnittene Logos: Die Zukunft der Obstes ist verpackungslos

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Die EU gestattet Unternehmen künftig, Etiketten und Barcodes direkt auf Lebensmittel per Laser einzugravieren. Die Idee dazu hatte das spanische Unternehmen Laser Food, die das Verfahren für die Massenproduktion reif gemacht hat.

Laser Food “druckt” dann auf die Oberfläche von Obst und Gemüse die gewünschten Zeichen. Das können Bananen, Tomaten und alles andere sein, was eine feste Oberfläche besitzt. Die schnellste Maschine des spanischen Anbieters kann derzeit 54.000 Stücke Obst oder Gemüse pro Stunde bedrucken. Doch das größte Problem wird sein, andere Unternehmen davon zu überzeugen, ebenfalls in diese Technologie zu investieren.

Obst-Tattoos sind neu, aber ziemlich nützlich. Erstens sind dann keine ekligen Papierettiketten mehr erforderlich, die man mühsam abkratzen muss. Außerdem fällt durch sie ein wenige weniger Müll an und die Kunden können nicht mehr so einfach durch Umpacken getäuscht werden, woher die Waren stammt beziehungsweise wie alt sie ist.

[Via Telegraph, gizmodo.com]

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  1. wow, das ist wirklich eine sehr beeindruckende technik.

    ich bin sogar der meinung das sehr sehr viel müll damit vermieden werden könnte.

    3 Obstaufkleber pro dt. Bundesbürger pro Woche * Aufklebergewicht => 3 * 80 * 10^6 Bundebürger* 0,0002 kg => 48 000 kg oder 48 Tonnen

    ist doch was.

  2. Was natürlich nirgends steht, dass man auch bei diesem Verfahren in den Chemiebaukasten greifen muss:

    Lebensmittelzusatzstoffe – Druckverfahren Laser
    Aufnahme einer neuen Funktionsklasse „Kontrastverstärker“, Änderungen der Lebensmittelzusatzstoff-Verordnung

    Die Verordnung (EG) Nr.1333/2008 regelt die Verwendung von Zusatzstoffen, die in Lebensmitteln zugelassen sind. Aktuell hat die EU drei weitere Stoffe bzw. Stoffgruppen zur Verwendung für die Kennzeichnung auf Erzeugnissen zugelassen:

    Eisenoxiden und -hydroxiden (E 172) : bei Zitrusfrüchten, Melonen und Granatäpfeln
    Hydroxypropylmethylcellulose (E 464): bei Zitrusfrüchten, Melonen und Granatäpfeln
    Polysorbaten (E 432-436): bei Obst

    Die EU reagiert damit auf neue Entwicklungen bei Druckverfahren, bei denen Informationen mit Hilfe von CO2-Lasern auf die Oberfläche von frischem Obst und Gemüse gebrannt werden können. Diese Informationen können die gesetzlichen Kennzeichnungsangaben und/oder freiwillige Angaben (z.B. Markennamen, Produktionsverfahren, PLU-Code, QR-Code und/oder Strichcode) abdecken. Sie bieten damit eine Alternative zu Aufklebern. Eisenoxide und –hydroxide werden bei diesem Laser-Druckverfahren als Kontrastverstärker verwandt, damit sich die gekennzeichneten Bereiche ausreichend von der übrigen Oberfläche der Früchte abheben. Hydroxypropylmethylcellulose dient als Überzugsmittel und damit als Schutzschicht für den gekennzeichneten Bereich. Polysorbate erleichtert die gleichmäßige Auftragung auf den gekennzeichneten Stellen. E 172 darf mit einer Höchstmenge von 6 mg/kg, E 464 von 10 mg/kg und E 432 – E 436 quantum satis eingesetzt werden. Auswirkungen dieser Stoffe auf die Gesundheit für den Verbraucher wird bei den zugelassenen Früchten ausgeschlossen. Bitte beachten Sie die beigefügte VO 510/2013, insbesondere den Anhang auf Seite 4, in dem die Bedingungen für die drei Stoffe beschrieben werden. Die VO tritt am 24. Juni 2013 in Kraft. Ab diesem Datum beginnt auch die Geltungsdauer dieser Stoffe.

  3. Und nirgens steht das nach einem Tag durch diese Laserbehandlung das Obst an der stelle einfällt. Da an der betroffenen Stelle die Schutzschicht zerstört wird. Also ich stehe nicht auf Äpfel die eine Matschstelle haben……

  4. Wie ich die Leute liebe die ALLES, aber auch JEDEN neuen Furz schlecht reden müssen… Das sind genau die, die in Höhlen leben würden, wenn es keine intelligent, innovativ und optimistisch denkenden Menschen geben würde ;)… Vielen Dank dafür :)

  5. Wäre schon lustig wenn es dann Markenstreit geben würde … Dein Apfel ist ja aus Aldi meiner ist von Kaufland die sind cooler und Teurer :)

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