Geschraubtes Licht durchs Glasfaberkabel für mehr Bandbreite

OAMfibercable

Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, speziell modulierte Lichtwellen durch Glasfaserkabel zu leiten. Das Besondere daran ist die Geschwindigkeit: Dank des Bahndrehimpulses der Photonen könnten in Zukunft höhere Bandbreiten möglich sein.

Schon im letzten Jahr wurden Wellen mit Bahndrehimpuls über Radiofrequenzen gesendet und erreichten dabei eine Datenübertragungsrate von 2,56 Tbit/s. Die aktuellen Forschungen bezeichnen jedoch das erste Mal, in dem mit dieser Technik erfolgreich über Glasfaserkabel gesendet werden konnte. Die Forscher erreichten dabei 1,6 Tbit/s. Theoretisch können beliebig viele Strahlen mit verschiedenen Drehimpulsen oder OAM (englisch: „orbital angular momentum“) gleichzeitig durchs Kabel gesendet, und von einem entsprechenden Receiver unterschieden werden.

„Seit der Einführung von Glasfaserkabeln besteht die gängige Annahme, dass gedrehte Lichtwellen innerhalb des Kabels inhärent instabil sind“, so Ramachandran. „Unsere Entdeckung […] hat große Auswirkungen auf eine Vielzahl von wissenschaftlichen und technologischen Disziplinen, die die Eigenschaften von OAM-transportierendem Licht erforschen.“ Mit der Technologie könne unter anderem die Datenkapazität in den Leitern erhöht werden.

[Spectrum (01), Spectrum (02), EurekAlert (01), EurekAltert(02), Teltarif]

(Bild: P. Gregg / USC)

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