Software entwirft für alle möglichen Objekte einen Lego Bauplan

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Nachbauten echter Objekte mit Lego entstehen meist nach der Trial-and-Error-Methode. Jetzt hat der Schweizer Ingenieur Romain Testuz aber eine Software entwickelt, die für jedes dreidimensionale Objekt einen Bauplan zum Nachbau mit Legosteinen entwirft – inklusive der exakten Anzahl und Art der nötigen Steine.

Bereits seit einigen Jahren werden ab und an Programme entwickelt, die aus gescannten Objekten digital ein Legomodell erstellen können. Die bisherigen Programme versuchten aber, dreidimensionale Objekte in kleinstmögliche Einheiten zu zerteilen und diese dann eher zufällig durch Legosteine zu ersetzen. Das mag digital zwar funktionieren, den echten Nachbauten fehlte Testuz zufolge aber oft die Stabilität.

Seine Software nutzt daher die Graphentheorie, mit der Stabilität und strukturelle Schwächen eines Baus bestimmt werden können: Für jeden Lego Stein des Modells steht somit ein roter Punkt, jede Verbindung wird durch eine blaue Linie dargestellt. Das Programm prüft die Stabilität des Baus anhand der Qualität der Verbindungen und Lücken zwischen Steinen. Darauf basierende schlägt es automatisch Lösungen für die instabilsten Abschnitte vor.

Das wars also mit Trial-and-Error, Laserschneidanlagen und teuren 3D-Druckern. Stattdessen könnte so das Zeitalter des algorithmischen Legodesigns anbrechen. Zwar gehört das Ausprobieren und Scheitern sicher auch zum Leben eines Legobaumeisters dazu, in der Software steckt aber dennoch einiges Potential. [E&T, Eurographics]

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