Diese Technik für Gesichtsscans erfasst Details bis zu den kleinsten Poren der Haut [Video]

gesichtsscan

Das Rendern von computeranimierten Gesichtern ist eine komplizierte Angelegenheit, nähert sich aber immer mehr der Realität an. Um möglichst realitätsgetreue Gesichter umzusetzen, benötigt man aber auch hochwertiges Quellenmaterial. Hierfür wurde eine neue Scanmethode entwickelt, der keine Pore entgeht.

Die Methode von einem Forscherteam des Imperial College London und der University of Southern California arbeitet mit einer komplizierten Lichtvorrichtung:

Mit einem speziell entwickelten Belichtungssystem und einer Kamera wurden Hautmuster von Kinn, Wangen und Stirn verschiedener menschlicher Gesichter mit einer Auflösung von bis zu 10 Mikrometern fotografiert. Jede Hautzelle nimmt damit etwa drei Pixel ein. Die Bilder wurden dann zu einem 3D-Modell zusammengefügt, bei dem die Lichtreflektionstechnik zur Nachbildung der Hautstruktur genutzt wurde. Das Ergebnis war eine CGI Haut mit winzigen Strukturen wie Poren und Falten.

Frühe Versionen dieser Technik wurden bereits kommerziell verwendet. Weta Digital nutzte sie beispielsweise für Avatar. Damals wurden aber einige der feineren Details in den Gesichtern der Na’vi per Hand hinzugefügt. Die neue Version könnte solche Arbeiten jetzt automatisiert erledigen.

Das Forscherteam arbeitet darum auch mit Activision zusammen, um die Scantechnik so schnell wie möglich für Spiele einzusetzen. Es dürfte aber noch ein wenig dauern, bis auch die Hardware von Endnutzern damit klarkommt. [New Scientist]

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