FitBit Aria und das Gewicht ist online (Test)

FitBit Aria, Waage im Test, Gizrank

Die FitBit Aria ist eine Personenwaage für rund 120 Euro. 120 Euro?! Richtig gelesen, denn das Gerät kann deutlich mehr als eine herkömmliche Waage: Neben der Messung des Körperfettanteils kann sie sich mit dem Internet verbinden, Daten übertragen und Personen anhand ihres Gewichts unterscheiden. Für einen Test wurde die Waage freundlicherweise von Coolstuff zur Verfügung gestellt.

Was kann die Waage?

Blöde Frage, gute Frage: Natürlich misst die Waage das Gewicht von Personen (solange sie zwischen 9 und ca. 160 kg wiegen). Darüber hinaus errechnet sie deren Körperfettanteil. Doch ihre eigentliche Besonderheit liegt darin, diese Daten per WLAN ins Internet zu verfrachten, um sie dort zu dokumentieren und daraus Statistiken und Diagramme zu erstellen. Das Gewicht von bis zu acht Personen soll die FitBit Aria unterscheiden und speichern können. Zur Einrichtung sind allerdings ein Konto beim Fitness-Anbieter FitBit sowie ein WLAN-fähiger Computer erforderlich. Danach überträgt die Waage nach jeder Messung das Gewicht auf das Benutzerprofil. Ansonsten ist die Waage nur für das Notwendigste nutzbar.

Ebenso lassen sich die Werte über die kostenlose App einsehen, die gleichzeitig auch als Fitness-Tagebuch genutzt werden kann, um dort etwa die Menge getrunkenen Wassers, Mahlzeiten oder körperliche Betätigungen einzutragen. Synchronisieren lassen sich damit also auch andere Messgeräte des Herstellers wie Pedometer oder Armbänder zur Schlaferfassung, sprich: eine Vielzahl von Quantified Self-Geräten. Damit andere Personen von der Waage überhaupt erkannt werden können, müssen diese sich ebenfalls bei FitBit anmelden. Danach steht der Personenidentifizierung theoretisch nichts mehr im Wege.

Für wen ist die FitBit Aria geeignet?

Bei 120 Euro, die man in die alltägliche Messung seines Gewichts investiert, überlegt man sich zweimal, ob sich solch ein Gerät lohnt. Und tatsächlich ist die FitBit Aria keine Waage für jedermann. Legt man lediglich Wert darauf, seinen Bauchumfang im Blick zu behalten, dann sind selbstredend günstigere Alternativen die bessere Wahl. Selbst für die Körperfettanalyse muss man nicht so tief in die Tasche greifen. Am besten eignet sich diese Art der Waage für Personen, die sich intensiv mit der Erfassung von Daten ihres Körpers beschäftigen. Die Quantified Self-Szene ist ein solches Beispiel. Aria rundet das Datenportfolio im Internet ab und macht Trainingserfolge greifbarer. Eine gewisse Arbeitserleichterung könnte die FitBit Aria auch für Menschen bieten, die aus gesundheitlichen Gründen täglich ihr Gewicht aufzeichnen müssen, da sie dies in wenigen Augenblicken automatisch tut.

 

FitBit Aria Waage

Sens…. die Waage möchte hier mitteilen, dass sie gerade das Gewicht misst. Das Display ist etwas klein.

Wie funktioniert es?

Nachdem vier AAA-Batterien eingelegt wurden, kann die FitBit Aria Waage eingerichtet werden. dazu sollte sie relativ nahe am Router stehen, was nicht bei jedem Badezimmer, in der sie für gewöhnlich steht, der Fall ist. Davor muss allerdings erst einmal ein Konto bei FitBit eingerichtet werden, welches wieder allerhand Daten verlangt. Der Computer, den ihr nutzt, muss WLAN-fähig sein, ansonsten spuckt das runde Display nichts als Fehlschläge aus. Nach einigen Versuchen klappte die Kopplung einigermaßen reibungsfrei. Ein bisschen Probieren ist gefragt, da die Bedienungsanleitung recht knapp gehalten ist und die Hinweise, die die Waage zu geben versucht, nicht unbedingt hilfreich sind.

Ist die FitBit Aria einsatzbereit, kann man sich ganz einfach auf sie stellen und sie beginnt, das Körpergewicht zu messen. Bis sie sich beim richtigen Gewicht eingependelt hat vergehen ein paar Sekunden. Nach dem Befehl, von der Waage zu steigen, muss diese erst einige Augenblicke „denken“. Anschließend zeigt sie das vorher eingespeiste Namenskürzel der Person, das Gewicht und den Körperfettanteil nacheinander an. Zum Abschluss erfolgt die Übertragung der Werte, was wiederum einige Sekunden in Anspruch nimmt. Alles in allem vergehen so mehr als 30 Sekunden.

Sind der Waage mehrere Personen bekannt, erkennt sie automatisch die richtige – theoretisch. Was gut gemeint ist, funktioniert in der Praxis eher schlecht als recht. Bei fast identischen Werten wäre es verständlich, bekäme die Aria Schwierigkeiten bei der Unterscheidung.. Bei Abweichungen von mehreren Kilos in Kombination mit unterschiedlichem Körperfettanteil sollte aber eine Zuordnung besser gelingen als sie es tat. Meist fragte die Waage, um welche Person es sich handle, die sodann ausgewählt werden musste. Ist man hier nicht schnell genug (es bleiben nur wenige Sekunden zur Auswahl), wird das Gewicht im Profil der falschen Person zugeordnet. Dann muss man es über den Computer aufwändig manuell zuweisen.

Das Gewicht wird weitestgehend präzise gemessen, allerdings fällt bei Mehrfachmessungen hintereinander auf, dass es Abweichungen von bis zu +/- einem Kilo gibt, was für eine derart hochpreisige Waage natürlich unschön ist. Um den Körperfettanteil erfassen zu können, rät das beiliegende Betriebsheft, Barfuß auf die FitBit Aria zu steigen, da die Analyse ansonsten fehlschlagen kann. Faktisch machte es aber keinen Unterschied. Wie genau dieser Wert erfasst wird, lässt sich schwer sagen, da es keine Vergleichswerte gab. Deshalb dazu nur so viel: Es kamen durchaus plausible Werte heraus, die sich konstant hielten.

 

Sonstige Anmerkungen

Die FitBit Aria gibt es in zwei Farben: Weiß und Schwarz. Von der Farbe hängt auch die Darstellung auf dem Display ab: Weiß: Weißer Hintergrund mit schwarzer Punktschrift; Schwarz: Schwarzer Hintergrund mit weißer Punktschrift. Das runde Display ist mit etwa sechs Zentimetern Durchmesser etwas klein, sodass die meisten Angaben darauf von rechts nach links wandern müssen. Die Leuchtkraft ist gut, das Display lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen. Das Design ist äußerst schlicht. Nass sollte die Waage bei Betreten nicht sein, da sonst ernsthafte Rutschgefahr besteht.

gizrank 35 Sterne

Fazit

Die FitBit Aria ist eine Waage, die ihren Preis von 120 Euro mit Online-Funktionen zu rechtfertigen versucht. Leider gelingt ihr das nicht durch die Bank weg. Dafür funktioniert beispielsweise die Differenzierung von Personen nicht gut genug, weswegen stets nachgebessert werden muss. Außerdem sind die Messergebnisse für diesen Preis etwas zu ungenau. Das Funktionsrepertoire ist ordentlich und macht die Waage zum Must-Have für Sportbegeisterte, die sämtliche Fitness-Aspekte aufzeichnen wollen. Als herkömmliche Personenwaage ist sie „überqualifiziert“. Der Griff zu einer weniger teuren Ausgabe ist hier geraten.

+ Schickes Design
+ Körperfettmessung
+ Dokumentation im Internet
+ Beleuchtetes Display
+ Personenunterscheidung…

– …die an nicht gravierenden Gewichtsunterschieden scheitert
– Display etwas klein
– Lange Wartezeiten

Solltet ihr Interesse haben, die FitBit Aria zu erwerben könnt ihr dies direkt bei Coolstuff tun.

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  1. Aber wie soll diese Waage ohne (sichtbare) Mess-Elektroden den Körperfett messen ???
    Und 1 kg Abweichung bei mehren Messungen, ist Schrott !

  2. Das Teil ist auch rechteckig und hat abgerundete Ecken, und dazu auch noch in Weiß.
    Nicht das es durch Apple verklagt wird, wegen Verwechslungsgefahr mit einen iTab von Apple …

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