Garmin GPS-Hundeortung – Finden statt suchen

Garmin Hundeortungssystem

Das Satellitennavigationsunternehmen Garmin hat mit dem DC 50 ein neues Sendehalsband für Hunde auf den Markt gebracht, das in Kombination mit dem Astro 320-Empfänger ein zuverlässiges Hundeortungssystem bilden soll. Gerade für den professionellen Einsatz eignet sich das System.

Wer einen Hund hat kann sich vorstellen, wie schlimm es sich anfühlt, wenn der Vierbeiner sich verirrt und nicht mehr zurück kommt. Aber auch Jäger, Förster und Suchhundestaffeln, deren Begleiter darauf trainiert sind, selbstständig zu agieren, können von dem Hundeortungssystem, bestehend aus dem Garmin Astro 320 GPS-Handgerät und dem verbesserten DC 50 Hundehalsband, profitieren.

Die Sendeeinheit am Halsband empfängt nicht nur die Signale des US-Systems GPS, sondern daneben auch die 24 Satelliten des russischen GLONASS-Systems über die 57 Zentimeter lange VHF-Antenne an der Oberseite des Bandes. Diese hat eine Sendereichweite von 14,5 Kilometern und ist bis zu Tiefen in 10 Metern wasserdicht. Neu ist das Energie-Management des DC 50 Halsbandes:  Bei einer Übertragungsrate von fünf Sekunden sendet das Gerät bis zu 26 Stunden lang, bei zwei Minuten bis zu 54 Stunden. Ein so genannter Rescue-Modus wechselt ab 25 Prozent Akkuladung automatisch zum Zwei-Minuten-Intervall. Dann hält der Akku etwa 40 Stunden.

Aufgeladen wird das Halsband über einen USB-Anschluss, der außerdem Firmware-Updates ermöglicht. Die Sendeeinheit DC 50 kommt voraussichtlich im August zum Preis 249 Euro auf den Markt. Wahlweise auch als Gesamtpaket mit dem Astro 320 Handgerät für 729 Euro.

[via Garmin]

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  1. Mit einen GPS- Tracker ab 30 € in Ebay, der Position via GSM an ein Smartphone überträgt geht es viel bequemer, preiswerter, kleiner, und auch viel weiter, als via VHF Funk.
    Und der Hundehalter muss auch kein Funkempfänger mitschleppen, und spezielle Akkus und Ladegeräte handhaben.

    Vielleicht für Gegenden zu gebrauchen wo es kein GSM- Netz gibt.
    Z.B. für entlaufene Schlittenhunde in Antarktis…

    1. Oder einfach mal den Artikel richtig lesen: Hunde professioneller Suchstaffeln befinden sich durchaus oft in Gegenden ohne GSM-Empfang. Beispielsweise in Katastrophengebieten (zerstörte Häuser, Lawinen, Gegenden wo unter anderem die Sendemasten der Mobilfunkbetreiber zerstört sind) oder Jagdgebiete mit Höhlen oder schlicht in ländlichen Gebieten, wo die Abdeckung schlecht ist, derer gibt es noch wahrlich ausreichend, selbst in Deutschland (und das Gerät ist im Verkauf ja nicht lokal beschränkt). Die Liste ließe sich fortführen, aber ich denke mit etwas “Kopp an” und “Besserwisserei aus” kommt man auch so drauf, dass man das System nicht mit einem einfachen Tracker austauschen kann.

      1. Hm…
        Aber, laufen den gut dressierte Hunde professioneller Suchstaffeln einfach weg ?
        Und in Höhlen oder in zusammengekrachten Gebäuden gibt es kein (kaum) GPS Empfang…
        >
        Und hat das Teil auch eine „Konformitäts- Zulassung“ als Funkanlage, für Gebiete DE bzw. EU ?
        >
        Bleibt also:
        Sinnvoll bei entlaufenen Haskis und Jagdhunden, und nur in Gebieten wo GSM Versorgung fehlt / unzuverlässig ist.
        Aber sehr sinnvoll bei Groß- Katastrophen, wenn die GSM- Infrastruktur ausfällt,
        bzw. als Vorsorge, für den Fall das GSM- Infrastruktur ausfallen könnte.
        (Dann wird kaum einer Jagen gehen…)
        >
        TIPP: Mit einer ausländischen SIM- Karte in GPS-Trecker,
        lässt sich redundante Verbindung über mehrere GSM- Netze herstellen.
        Sollte also z.B. D1 ausfallen, bleiben noch D2, E+, o2…
        Dabei sind aber eventuell die Roamingkosten zu bedenken…
        Wobei die GPS- Koordinaten Übertragung benötigt nur wenige Bytes.
        Da düfte eine SIM mit EU- Daten “Flaterate” reichen.

  2. Laufen hunde einfach weg? Ja, teilweise sind sie so ausgebildet um eigenständig zu suchen. Braucht man für Roaming ausländische GSM-Karten? Nein, nicht zwingend. Ist die Anlage zugelassen? Keine Ahnung, aber ich gehe davon aus, dass sie, wenn sie an Profis geht, auch zugleassen sein wird (sonst wrd sie wohl kaum verkauft werden). Was das Jagen betrifft: Geh mal in ländliche Gebiete, dort ist oft genug auch ohne Katastrophe kein Empfang mit keinem Netz (kenne selber einige Stellen wo das so ist). Auch Einsätze bei Netzüberlastung (Volksfeste, Feiertage wie Silvester oder Carneval) können dich flott ausbremsen. Und nach wie vor gilt unserere relativ gute Versorgung längst nichtmal Zentraleuropaweit. Letztlich kann man auch einfach mal sagen: Wenn wer drauf angewiesen ist das Tier zu finden ist es besser eine Gerätschaft zu haben, auf die er sich verlassen kann als eine, bei der er raten und hoffen kann, ob denn auch alles geht. Solange du nur mit deinem Hund spazieren gehst und wissen willst, wo er Duftmarken setzt reicht sicher auch ein simpler Tracker.

  3. Ja, Netzüberlastungen bei Grossevents ist auch ein pro Argument.
    Wobei wenn es richtig brennt, soll das GSM- Netz einen großen Schalter haben (müssen), der BOS- Handys vor zivilen Handys priorisiert…

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