Ein seit 69 Jahren laufendes Experiment liefert endlich ein sichtbares Ergebnis

pechtropfen

Eines der am längsten laufenden Experimente hat endlich ein für jeden sichtbares Ergebnis geliefert. Seit 1944 wartete man am Trinity College Dublin darauf das Fallen eines Pechtropfens zu dokumentieren. Und jetzt gibt es das Ereignis für jeden auf YouTube zu sehen.

Pech ist ein sehr zähflüssiges Material, das zwar fest wirken mag, aber tatsächlich einfach eine Flüssigkeit ist, die sich sehr langsam bewegt. Mit dem Experiment will man das beweisen. Um dem Fallen eines Tropfens beizuwohnen, muss man aber sehr geduldig sein und auch Glück haben. Bei der hier gezeigten Vorrichtung bildet sich etwa im Zehnjahresrhythmus ein Tropfen.

Auch an der australischen University of Queensland läuft seit 1927 ein Pechtropfenexperiment, der letzte fallende Tropfen wurde aber im Jahr 1951 beobachtet. In den folgenden Jahren hielten Umstände den beobachtenden Wissenschaftler John Mainstone immer wieder davon ab, dem Ereignis beiwohnen zu können.

1979 ließ Mainstone seinen gewöhnlichen Besuch des Campus am Sonntag einmal ausfallen, 1988 verpasste Mainstone den Tropfen, als er sich kurz einen Snack besorgte und 2000 war die Kamera zum Moment des Tropfens gerade Offline.

In Dublin begann man erst kürzlich mit der Aufnahme des Experiments, der hier sichtbare Tropfvorgang ereignete sich am 11. Juli um 17 Uhr Ortszeit. Forschern zufolge ist der Tropfen 2 Millionen mal zähflüssiger als Honig. Auch der Pechtropfen in Australien soll dieses Jahr noch fallen. Wer die Zeit hat, kann hier dem Ereignis live beiwohnen. [Nature via Kottke]

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  1. Das haut einen ja förmlich aus den Socken vor Begeisterung!!!
    Jetzt werde ich mal total aufgekratzt den Rest des Tages überstehen… :D

  2. Jetzt noch ein umfallender chinesicher Reissack in super slow motion und zu meiner Schnappatmung gesellt sich auch noch Kammerflimmern. Leute! Das könnt ihr doch nicht machen.

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