Die Sweat Machine macht aus Schweiß Trinkwasser

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Niemand will wie Kevin Costner in Waterworld seinen in Wasser umgewandelten Urin trinken. Aber den eigenen Schweiß wie Kyle MacLachlan in Dune? Vielleicht schon eher und dank der Sweat Machine sollen Menschen auch in den ausgedörrtesten Gebieten einen weiteren Zugang zu Trinkwasser bekommen.

Bei der Sweat Machine wird das Wasser mit einem Membrandestillation genannten Verfahren aus schweißgetränkter Kleidung gewonnen. Auch auf der ISS wird – dem Entwickler Andreas Hammar zufolge aber teurer – auf ähnliche Weise der Urin der Astronauten verarbeitet. Die Maschine schleudert die Kleidung zunächst wie in einer Waschmaschine und extrahiert dabei die Flüssigkeit aus der Kleidung. Der Schweiß wird anschließend erhitzt und mit einer speziell entwickelten Membran destilliert:

Das zu reinigende und erwärmte Wasser zirkuliert in der Kassette zwischen den beiden Membranen. Auf der entgegengesetzten Seite sind diese Membrane kalt. Durch einen Dampfdruckunterschied zwischen warmer und kalter Seite werden die Wassermoleküle durch die Membran bewegt. Auf der kühlen Seite angekommen, kühlen diese ab, kondensieren und das gereinigte Wasser läuft in einen Behälter.

Hammar zufolge ist das Wasser sauberer als Leitungswasser. Von seiner Erfindung überzeugt, bot Hammar Wasser aus seiner Sweat Machine in Göteborg bei einem Fußballturnier an und ließ mehr als 1.000 Menschen das Produkt testen. [UNICEF via BBC]

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  1. Wie kann man den Schweiß dazu benutzen, Wasser daraus zu gewinnen, wenn er doch dazu gedacht ist, zu verdunsten um die Körperwärme zu regulieren?

      1. Klar, n bisschen Schwund is immer, abhängig von Luftzug und Bekleidung.
        Aber der Zielkonflikt bleibt: je mehr Schweiß man für die Maschine abzwackt desto weniger bleibt fürs verdunsten übrig.

  2. Hast du den Artikel auch gelesen?
    Die Kleidung wird AUSGEZOGEN, und in den Waschmaschinentrommel aehnlichen Behaelter gepackt. Und daraus wird dann das Trinkwasser hergestellt.

    Diese Erfindung ist zwar gut, aber dennoch absolut sinnfrei.

    1. Wenn ich die Kommentar lese, kommt bei mir der Eindruck hoch, dass die Problematik von sauberem Wasser für alle, nicht wirklich bekannt ist….
      Meiner Meinung nach ist diese Erfindung alles andere als sinnfrei. Sie zeigt, wie aus „verschmutztem“ Wasser, sauberes Trinkwasser hergestellt werden kann. Warum ist dies wichtig?
      Nun wir aus den Industriestaaten haben dieses Problem weniger, jedoch leiden über 700’000’000 (siebenhundert Millionen) Menschen unter Knappheit von SAUBEREM Trinkwasser und für diese Menschen kann aus meiner Sicht eine solche Erfindung ein Segen sein…
      In dem Sinne geniesst es, wenn ihr ein Glas Wasser trinkt, es ist nicht für für jederman so einfach verfügbar.
      (just my 2 cent)

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