Elektrofahrrad mit Akku in der Gabel

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Normalerweise erkennt man Elektroräder schon meilenweit - der große Akku und der klobige Motor sprechen Bände. Elektrolytes E-Bikes verfolgen ein anderes Konzept. Hier steckt der Akku in der Gabel und der Motor in der Frontnabe.

Die Gabel in den E-Bikes von Electrolyte ist asymmetrisch aufgebaut: Das Rad hängt nur an einem Holm, der einen 36 Volt Akku enthält und an der Nabe auch noch einen 250-Watt-Motor unterbringt. Damit soll das Rad bis zu 60 km Tretunterstützung bieten.

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Electrolyte will drei Varianten anbieten. Der Strassenfeger mit Zweigangnabenschaltung und integrierter Rücktrittbremse soll rund 4000 Euro kosten und wiegt 16 kg. Der Brandstifter mit 18 kg Gewicht und Shimano Alfine 11-Gang Nabenschaltung sowie hydraulischen Bremsen kostet 4750 Euro.

Und zu guter Letzt gibt es auch noch den Querschläger. Er wiegt ebenfalls 16 kg, verfügt über hydraulische Magura-Scheibenbremsen und eine Zweigangnabenschaltung mit integrierter Rücktrittbremse. Dafür werden 4000 Euro fällig.

Mit solchen Preisen fällt es natürlich nicht leicht: Gebrauchtes Billigauto oder Fahrrad? Wie würdet ihr euch entscheiden, wenn ihr das Geld hättet?

[Via Electrolyte, gizmodo.com]

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  1. Ebenfalls nicht (oder kaum) erkennbar und schon etwas länger auf dem Markt: vivax-assist.com
    Da ist der E-Antrieb in das Sattelstützenrohr integriert und der Akku befindet sich in der Sattelstütze.

    IMHO die bessere Lösung, denn erstens muss bei der Electrolyte-Variante das komplette Rad an die Steckdose geschleppt werden, während man bei der vivax-Variante den Akku entnehmen kann. Und zweitens sind die Lefty-Gabeln zwar optisch ganz nett, aber ansonsten suboptimal (Kräftefluss, Spurstabilität, …).

    Zu der Frage, wie ich mich entscheiden würde: für ein gut ausgestattetes Fast-Sorglos-Fahrrad der 5k€-Klasse von idworx, tt oder einem vergleichbaren Hersteller(fast sorglos, weil die einzige Sorge die Diebstahlproblematik ist).

  2. Noch eine Frage: wo hat denn der Brandstifter Felgenbremsen? Der Gedanke gefällt mir aber, Felgenbremsen an einer einseitigen „Gabel“ wären eine ziemlich lustige Angelegenheit.

  3. Tja, da fällt mir die Entscheidung doch absolut leicht. Denn ein angetriebenes Vorderrad ist in dieser Weise leider nicht zu gebrauchen. Gerade beim Beschleunigen liegt doch kaum Last auf dem Vorderrad.
    Sobald der Untergrund mal kein Asphalt ist, ist es absolut utopisch 250W Trittleistung über das Vorderrad auf die Straße zu bringen.
    Zum Vergleich: Mein Vater hat vor Jahren mal aus Jux ein MTB gebaut, bei dem im ersten Gang 50% der Trittleistung auf das Vorderrad gehen. Und trotz dessen man ja sowieso durch das Hinterrad beschleunigt wird dreht das Vorderrad noch durch, wenn man nicht auf Asphalt fährt.
    Und ich bin mir absolut sicher, dass ich da nicht mal eben ganz locker 500W getreten habe. ;-)
    Allerdings ist es ein sehr erheiternd sich damit durch tiefen Schnee zu wühlen. ^^

    Er hat dann noch weitere versuche unternommen: Bei seinem Liegerad ist das Beispielsweise kein Problem und sogar sinnvoll. Aber bei diesem E-Bike hier verstehe ich den Vorteil der Konstruktion nicht.

    1. ist doch klar was der sinn sein soll: bei deinen yuppi freunden rumprollen. ich hab hier so ein szenario:

      Gastgeber: „Hi Yuppi, wie geht’s? Hey man du hast aber ein tolles Fahrrad!“

      Yuppi: „Ja, hab ich mir ganz gestern gekauft, mit allem Schnickschnack, macht voll Spass und hab ich voll gern. Du, kann ich mein Rad vielleicht hier irgendwo hinstellen?“

      Gastgeber: „Nun, hier sind leider überall Leute wegen der Party, ist leider kein Platz übrig. Vielleicht die Badewanne?“

      Yuppi: „Nää, da stell ich das nicht rein. Ich fahr nach Hause.“

      Die Gadgets wechseln sich wöchentlich mit Frauen ab.

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