Gentechniker regenerieren Plattwurmköpfe (For Science!)

Wissenschaftler vom Max Planck Institut für molekulare Zellbiologie in Dresden können die Regeneration voll funktionsfähiger Köpfe bei Plattwürmern steuern. Die Entdeckung ist auch für die menschliche Medizin hilfreich, wenn es darum geht, das Verhalten von Leber- und Nierenzellen zu verstehen.

Gesteuert wurde das Regenerationsverhalten über sogenannte Wnt Gene, deren Häufung im Plattwurmkörper mit der Regenerationsfähigkeit zusammenzuhängen schien. Schließlich konnten die Forscher ein bestimmtes Gen abschalten, welches die WnT-Funktionen regulierte, und so der Regeneration eines voll funktionsfähigen Wurmkopfes beiwohnen.

Das ist auch deswegen bemerkenswert, weil die untersuchte Wurmspezies im Gegensatz zu verwandten Arten dafür bekannt ist, eben keine regenerativen Fähigkeiten in größerem Ausmaß zu besitzen.

Wnt-Gene und deren Regulatoren treten bei allen Tierarten auf. Visionäre dürfen also schon mal von Behandlungen für überfahrene Hauskatzen träumen. Aber auch für die Medizin ist diese Entdeckung durchaus nützlich: Sie hilft unter anderem zu verstehen, wie Regenerationsprozesse im menschlichen Körper ablaufen (zum Beispiel bei inneren Organen wie Leber und Niere), und vielleicht sogar, diese eines Tages genetisch zu steuern.

[MPI-CBG, nature (01), nature (02)], via [NewScientist]

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