Britische “Pornwall” blockiert auch andere Inhalte

pornbrawl

Wie die digitale Bürgerrechtsorganisation Open Rights Group berichtet, blockiere die von der britischen Regierung durchgesetzte „Pornwall“ auch andere Inhalte, darunter politische. Die Organisation beruft sich auf Gespräche mit Internet Service Providern (ISPs), die den Pornofilter bereits installieren.

„David Cameron (Britischer Premierminister, Anm. d. Red.) will die Menschen schlafwandelnd in die Zensur führen“, schreibt Jim Killock auf dem offiziellen Blog der Bürgerrechtsorganisation. Zu den weiteren blockierbaren Inhalten gehörten laut Open Rights Group nämlich Gewaltdarstellungen, extremistische/terroristische Inhalte, Internetseiten zu Magersucht, Essstörungen und Suizid, Alkohol, Rauchen, Web-Foren, geheimes Material sowie Umgehungswerkzeuge für Netzsperren.

Die Open Rights Group kritisiert außerdem, dass besagte Filtermöglichkeiten bereits automatisch aktiviert seien und sich der Nutzer deshalb langsam aber sicher daran gewöhne. Laut BBC News betreibe der britische Internetanbieter TalkTalk ein ähnliches System seit 2011 – ein System, dass so oder so ähnlich ab 2014 bei allen ISPs zum Einsatz kommen soll. Jeder Nutzer müsste den Filter also aktiv ausschalten. „Wir wissen, dass sich die meisten Leute an die Standardeinstellungen halten“, so Jim Killock. „ISPs werden sich deshalb in Zukunft auch mit einer gesteigerten Anzahl an Beschwerden auseinandersetzen müssen, weil Nutzer einige Seiten plötzlich nicht mehr erreichen können.“

[Open Rights Group, BBC, Golem.de]

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    1. Quantitativ gesehen haben wir sicherlich genug Material zum “keulen”.
      Jedoch verlangt der Porno-Feinschmecker auch nach einer gewissen Qualität, die nur über eine gewisse Horizonterweiterung gesteigert werden kann – darum die Frage nach dem Namen der leicht bekleideten Dame.

  1. “ich bin mir sicher, wenn man im internet alle pornoseiten löschen würde, dann gäbe es nur noch eine internetseite, mit dem titel: gebt uns die pornos zurück!” – word

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