Kite-Patch: Gewinnt ein kleiner Aufkleber den Kampf gegen Malaria?

kite

Die Tropenkrankheit Malaria fordert Jahr für Jahr Hunderttausende von Menschenleben. Ihre Übertragung erfolgt hauptsächlich durch die weibliche Stechmücke, geht also sehr schnell und lässt sich kaum verhindern. Mit dem sogenannten Kite-Patch wollen Wissenschaftler die Krankheit nun endlich in ihre Schranken weisen: Der kleine Sticker macht Menschen für die Stechmücke unsichtbar.

Entwickelt wird der Kite-Patch von Olfactor Laboratories in Zusammenarbeit mit der Universität von Kalifornien in Riverside. Teile der Finanzierung übernehmen die Bill und Melinda Gates-Stiftung sowie das US-Gesundheitsministerium. Eine kürzlich gestartete und bereits erfolgreiche Indiegogo-Kampagne verfolgt das Ziel, 20.000 Kite-Patches zu Testzwecken nach Uganda zu schicken. In dem afrikanischen Land beträgt die Anzahl der mit Malaria infizierten Menschen mehr als 60 Prozent.

Stechmücken finden Nahrung durch das Aufspüren von CO2-Quellen – und eine ihrer Lieblingsquellen ist das menschliche Blut. Der Kite-Patch unterbindet ohne den Einsatz giftiger Substanzen, dass Moskitos den Menschen aufspüren können. Die Wirkungsdauer beläuft sich dabei auf bis zu 48 Stunden pro Patch.

Die Handhabung ist dabei denkbar simpel: Kite-Patch aufkleben und fertig – auf T–Shirt, Jacke, Rucksack oder Hose ist egal. Das Bild links zeigt, wie Kite die Stechmücken abschreckt – zumindest im Labor. Mit der Indiegogo-Kampagne wollen die Wissenschaftler einen ersten Feldtest starten. 20.000 Kite-Patches für Uganda wurden bereits erfolgreich finanziert, für die Zukunft sind natürlich weitere geplant.

[Indiegogo via Cnet.com]

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