Test: WheeMe – die (fast) perfekte Massage

WheeMe, gizrank

WheeMe, der Massageroboter aus dem Hause DreamBots fährt vollkommen autonom auf vier mit Silikonfingern bestückten Rädern euren Rücken oder Bauch ab. Zwar ist der WheeMe kein Ersatz für eine professionelle Massage, ob er trotzdem für Entspannung sorgt, lest ihr im Test.

 

Was ist der WheeMe?

Gerade jetzt, während die drückenden Temperaturen jeglichen Körperkontakt unerträglich machen, man aber trotzdem nicht auf den kleinen Luxus einer Massage nach einem langen Arbeitstag verzichten möchte, ist der WheeMe der ideale Ersatz. Der gut in eine Hand passende Massageroboter verfügt über Sensoren an Vorder- und Rückseite. Mit ihnen erkennt er seine Umgebung und soll so nicht vom Körper fallen. Auf der Oberseite befindet sich eine rotierende Scheibe, an der sich zwei Massagefinger befestigen lassen. Der leuchtende Powerschalter und blinkende Knopf für den Moduswechsel sind die einzigen Bedienelemente des ovalen Roboters. Aber was kann der kleine Käfer überhaupt?

Der WheeMe verfügt über drei unterschiedliche Modi, die für Entspannung sorgen sollen. Wird der Modusknopf betätigt, wechselt die Art der Bewegung und die Blinkanzeige verändert sich:

  • Vibrationsmassage: Der WheeMe vibriert, während er den Rücken abfährt.
  • Entspannungsmassage: In diesem Modus kommen besagte Massagefinger zum Einsatz. Neben Fahrtbewegungen streicheln die Fühler kreisend über die Haut.
  • Einfache Massage: Die Massage wird lediglich über Fahrbewegungen ausgeführt.

 

WheeMe

Im Entspannungsmodus werden die Massagefühler aufgesteckt. Sie fühlen sich genauso seltsam an, wie sie aussehen.

In der Praxis

Aktiviert man den WheeMe, bahnt er sich sogleich seinen Weg über den Rücken. Zwar kann während der Massage Kleidung getragen werden, intensiver ist das Gefühl selbstredend auf nackter Haut. Schnell macht sich bemerkbar, dass er sich hauptsächlich zwischen den Schulterblättern bewegt. Da das Gerät darauf programmiert ist, in Richtung Schulterbereich zu fahren, wenn sich der Körper aufrichtet, empfiehlt es sich, ein Kissen unter den Bauch zu legen, um so eine möglichst gerade Oberfläche zu schaffen. Danach kümmert sich der WheeMe auch um den unteren Rücken. Durch die Silikonfinger entsteht eine sanfte Stimulierung der Haut. Wirklich wie eine Massage fühlt sich sich der Roboter erst an, sobald die Räder sich in unterschiedliche Richtungen bewegen. Dann klemmen sie die Haut zwischen sich ein, ähnlich, wie es menschliche Finger tun.

Exotisch wird es im Entspannungsmodus: Die dünnen Fühler kreisen um den fahrenden Masseur. Wer kitzlig ist, sollte auf diesen Modus verzichten, da man sich entfernt an die Fühler eines riesigen Insekts, die den Körper abtasten, erinnert fühlt. Nach kurzer Zeit gewöhnt man sich an das befremdliche Abtasten. Wirklich zur erhöhten Entspannung hat der Modus nicht beigetragen. Egal, welche Art der Massage der WheeMe gerade ausführt, er ist erstaunlich leise dabei. Lediglich im Vibrationsmodus brummt das Teil etwas. Ansonsten bleibt die Illusion mit geschlossenen Augen auch ohne Musik im Ohr bestehen.

Größtenteils funktionieren die Sensoren an Vorder- und Rückseite zuverlässig und halten den Massageroboter auf dem Rücken. Gelegentlich versagen sie ihren Dienst und das Gerät fällt doch herunter. Dies war bei mir leider relativ häufig der Fall, was die Freude an der Massage etwas hemmt. Bei einer Vergleichsperson war die Rate der Stürze wesentlich geringer. Die Häufigkeit hängt also maßgeblich von der Körperbeschaffenheit ab. Wenigstens haben die Entwickler bei DreamBots für diesen Fall vorgesorgt: Fällt der WheeMe wie eine Schildkröte hilflos auf seinen Rücken und seine noch drehenden Fühler drohen abzubrechen, reagiert die Technik im Inneren und das Gerät stellt sämtliche Bewegungen ein, bis es sich wieder in aufrechter Position befindet. Nach einer Viertelstunde im selben Modus, deaktiviert sich der Massageroboter von selbst.

WheeMe

Der WheeMe ist handlich, daher mangelt es ihm etwas an Gewicht.

Die Reinigung, soweit notwendig, ist einfach: Die Räder und “Silikonreifen” sind abnehmbar und unter Wasser abzuwaschen. Da das Design des WheeMes äußerst minimalistisch ist, dürften sich daran kaum Verschmutzungen festsetzen. Der Batteriewechsel ist – im Grunde – ebenso simpel. Trotz geringer Komplexität sitzt die Batterieabdeckung extrem fest, weswegen er sich nur mühsam und mit Hilfsmitteln wie einem Messer entfernen lässt. Dafür arbeitet der kleine Masseur so stromsparend, dass häufige Batteriewechsel zum Glück hinfällig sind. Selbst nach etwa zwei Wochen beinahe täglichen Einsatzes hat das kleine Gerät noch “Kraft in den Armen”.

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Fazit

Es macht Spaß, den WheeMe abends über seinen Rücken fahren zu lassen. Zwar kann der gerade einmal etwa 300 Gramm schwere Roboter nicht mit Kraft protzen, dafür mit Technik. Eine medizinische oder professionelle Massage kann das Gerät selbstverständlich nicht ersetzen. Leichte Verspannungen vermag er aber durchaus weg zu massieren. Die Sensortechnik des WheeMes ist durchdacht, funktioniert aber noch nicht perfekt. Ein Nachfolgemodell wird bald verfügbar sein, dass die kleinen Fehler hoffentlich ausmerzt. Für 69 Euro ist das Massage-Gadget zwar kein Schnäppchen, dafür ist es robust gebaut und sein Geld definitiv wert.

Für den Test freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde der WheeMe von getDigital, wo ihr ihn auch in beiden Farbvariationen erwerben könnt.

 

Spezifikationen:

– Farben: Rot/ Weiß, Weiß/ Blau
– Größe: 128 mm x 96 mm x 80 mm
– Gewicht: 330 Gramm (mit Batterien)
– Gewschwindigkeit: 4 cm/sec
– Batterien: 3 x AA (nicht im Lieferumfang enthalten)

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