Pilgrim oder Pegasus? Als die NASA in den 80ern einen Namen für ihre eigene Weltraumstation suchte

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1984 kündigte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Ronald Reagan, den Bau einer permanent bemannten Raumstation innerhalb des nächsten Jahrzehnts an. Zur Zeit der Entwicklung des Space Shuttle Programms schien eine Weltraumstation der konsequente nächste Schritt. Besonders der Bau der Mir dürfte zusätzlich für Motivation gesorgt haben.

1988 (zwei Jahre nach dem Start von Mir) war das Projekt so weit fortgeschritten, dass es Zeit war, über einen Namen nachzudenken. Die NASA stellte 16 Möglichkeiten, von Olympia bis Pilgrim, und die zugehörigen Erklärungen vor. David S. F. Portree von Wired hat die 16 Namen und die Regeln zur Namensgebung ausgemacht:

Alle Vorschläge mussten einfach aussprechbar sein, durften sich nicht auf lebende Personen beziehen, die Namen anderer Raumfahrtprogramme der NASA oder anderer Organisationen duplizieren, mussten in die Sprachen der internationalen Partner übersetzbar und in diesen Sprachen weder mehrdeutig sein noch als Beleidigung gelten. Außerdem sollten Abkürzungen vermieden werden. Der Prozess der Namensgebung selbst sollte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Potentielle Vorschläge der Öffentlichkeit mussten vom Komitee aber berücksichtigt werden.

Bei so vielen Regeln waren die Möglichkeiten natürlich beschränkt, wie folgende Liste zeigt:

  • Hercules
  • Minerva
  • Aurora
  • Jupiter
  • Pegasus
  • Olympia
  • Earth-Star
  • Starlight
  • Landmark
  • Pilgrim
  • Prospector
  • Freedom
  • Independence
  • Liberty
  • Unity
  • Freedom

Reagan entschied sich noch im Jahre 1988 für den Namen Freedom. Schon zu Beginn der 90er Jahre gab es aber Finanzierungsschwierigkeiten, 1993 wurde unter Clinton der Plan überarbeitet und letztlich entstand die Internationale Weltraumstation. [Beyond Apollo]

Bild: NASA/Tom Buzbee

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